Brüssel. Wenige Wochen vor dem geplanten Start eines europaweit gültigen COVID-Impfzertifikats im Juni streiten Vertreter des Europaparlaments und der EU-Staaten über die Details. Am Dienstagabend sollten sich Unterhändler der Institutionen treffen. Falls es keine Einigung gibt, könnten am Mittwoch und Donnerstag weitere Verhandlungsrunden folgen, hieß es. Das Zertifikat soll ein fälschungssicherer Nachweis für eine Corona-Impfung, einen frischen Test oder eine überstandene COVID-Erkrankung sein. Ziel ist einfacheres Reisen in Europa. Diskutiert wird, welchen Status frisch Getestete haben sollen und wer für die Testkosten aufkommt.
Das EU-Parlament setzte sich für kostenlose Tests ein. Die Einmischung des EU-Parlaments wollen allerdings nicht alle EU-Staaten, weil dies in die Kompetenz der Länder fällt. Außerdem ging es um die Frage, ob das Zertifikat automatisch Reisefreiheit in Europa bedeutet oder ob und wie die EU-Staaten diese einschränken können. (dpa)
PolitKompass Gesundheit
Mit diesem Newsletter blicken Sie hinter das tägliche Geschehen in der Gesundheitspolitik. Mit Analysen, Hintergründen und einem Blick auf Themen, die die Agenda bestimmen.
Starker Franken, bessere Bedingungen: Für viele Pflegeprofis im Südwesten Deutschlands ist die Arbeit in Schweizer Krankenhäusern sehr attraktiv – daher der berufliche Wechsel dorthin. Das hat Folgen.
Donald Trumps Regierung hat die Impfempfehlungen für Kinder von bislang 17 auf künftig 11 Impfungen eingedampft. Weggefallen ist unter anderem die RSV-Impfung.
Immer mehr Ärzte aus Deutschland wählen Österreich, um dort ihre Weiterbildung zum Facharzt für Allgemeinmedizin zu absolvieren. Kliniken in der Alpenrepublik suchen derweil händeringend nach Ärzten aller Fachdisziplinen.
Trichophyton tonsurans hat in den letzten Jahren eine enorme Verbreitung erfahren. Besonders auffällig: Die Infektionszahlen schießen v.a. nach Besuchen in Barbershops in die Höhe. Jetzt informieren!
Onychomykose betrifft etwa jeden fünften Menschen in Deutschland. Lesen Sie, welche Personengruppen besonders gefährdet sind und wo die Herausforderungen in der Behandlung liegen.
Einzigartige Wirkstoffkombination: Das schnelle Clotrimazol mit Milchsäure-Booster überzeugt im ÖKO-TEST. Lesen Sie hier mehr zu den Testergebnissen bei einer Behandlung von Vulvovaginalmykosen!
Das Impfschema für ältere Menschen wird durch eine weitere Impfung ergänzt: Die STIKO empfiehlt die RSV-Impfung für alle ab 75 Jahren und für Personen im Alter von 60 bis 74 Jahren mit Risikofaktoren.
Jeder Dritte erkrankt im Laufe des Lebens an Gürtelrose. Die Impfung schützt zu über 90 Prozent vor einer Gürtelrose. Sie ist Standard für alle ab 60.
Kommentare
Dr. Thomas Georg Schätzler
19.05.202109:41 Uhr
DAS MUSS MAN SICH MAL AUF DER ZUNGE ZERGEHEN LASSEN
Da streiten sich die EU-Länder darüber, ob das Zertifikat automatisch Reisefreiheit in Europa bedeutet oder ob und wie die EU-Staaten diese einschränken wollen.
- Strittig ist auch, ob im geplanten EU-Impfnachweis der Name der Corona-Vakzine im Impfpass stehen darf?
- Mit den neuen EU-Impfnachweisen – elektronisch oder auf Papier – soll das Zertifikat lediglich aussagen, dass jemand geschützt sein könnte, aber nicht, was geimpft worden sei?
- Werden dann auch Namen, Geburtsdatum, Geschlecht, Blutgruppe, Notfalldaten vertraulich bis streng geheim gehalten?
- Das Zertifikat soll zugleich ein fälschungssicherer Nachweis für eine Corona-Impfung, einen frischen Test oder eine überstandene COVID-Erkrankung sein?
- Dann ist es völlig unlogisch und gehört gar nicht zur Sache, wer für die Testkosten aufkommt?
- Das können doch die einzelnen Länder selbst regeln, es hält doch nur das Procedere auf!
- Wer hat sich denn bloß in dem Europäischen Wasserkopf diesen versorgungsfernen Schwachsinn ausgedacht?
- Wie sollen denn mit den geplanten EU-Impfnachweisen Reisen, auch über europäische Grenzen hinaus, problemlos möglich werden, wenn nicht alle Impfungen lückenlos eingetragen werden?
So ein Unfug kann nur unterstützt von einer irrational verträumten WHO stammen, die im März 2020 offiziell vom Maskentragen für Alle abgeraten, und im März/April 2021 auf dem Höhepunkt der 3. PANDEMIE-WELLE das Ende von SARS-CoV-2-Infektionen und COVID-19-Erkrankungen herbei fantasiert hatte.
Vgl. https://www.doccheck.com/de/detail/articles/32644-gefaehrdungsbeurteilung-sars-cov-2-covid-19-setzt-unser-verstand-aus
Mf+kG, Ihr Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Real-World-Datena können die konsistente Effektivität und das etablierte Sicherheitsprofil des Originalbiologikums von Natalizumab über einen Zeitraum von 15 Jahren untermauern. Als Inhibitor des α4β1-Integrins weist Natalizumab ...
Sonderbericht
|
Mit freundlicher Unterstützung von:
Biogen GmbH, München
Das Post-COVID-Syndrom stellt Forscher, Ärzte und Versorgungssystem vor Herausforderungen. Eine Besonderheit, so Prof. Carmen Scheibenbogen von der Berliner Charité, sind beschränkte Therapiemöglichkeiten.
Sonderbericht
|
Mit freundlicher Unterstützung von:
vfa und Paul-Martini-Stiftung
Bei keiner anderen pandemisch aufgetretenen Infektionskrankheit sind derart schnell neben Diagnostika und Impfstoffen auch Therapeutika entwickelt worden wie gegen COVID-19.
Sonderbericht
|
Mit freundlicher Unterstützung von:
vfa und Paul-Martini-Stiftung
Vorteile des Logins
Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.
Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.
Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.
Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!
Die Klagen von Patienten und von Krankenkassen werden immer lauter: zu lange Wartezeiten auf Termine. Doch werden vielleicht einfach nicht alle freien Termine gefunden? Eine neue Meta-Suchmaschine soll den Suchprozess effizienter gestalten.
Es war eine wiederkehrende Behauptung von US-Präsident Trump: Wenn schwangere Frauen Paracetamol einnehmen, erhöhe dies das Autismus-Risiko beim Kind. Eine Metaanalyse untermauert nun die Evidenz, dass das nicht der Fall ist.
Ihre Impf-Fragen aus der Praxis evidenzbasiert und fachkundig beantwortet: Diesen Service bietet Ihnen die Ärzte Zeitung in Zusammenarbeit mit Experten aus der Versorgung, unterstützt von namhaften Gesellschaften und Verbänden. Senden Sie uns Ihre Fragen einfach online!
Das Lungenkrebs-Screening ab 50 richtet sich an aktive Raucher und kürzlich Abstinente. Liegt der Rauchstopp über 10 Jahre zurück, gibts keine CT-Untersuchung. Ein DKFZ-Team spricht sich für eine andere Strategie aus.
Eine Studie gibt Aufschluss über Impfverhalten während der Corona-Pandemie und danach. Ergebnis: Ein Großteil der anfänglich Skeptischen ließ sich später doch noch impfen. Jedoch bleiben bestimmte Gruppen wohl unerreicht.
Schlanke Patienten mit MASLD – steatotischer, mit metabolischer Dysfunktion assoziierter Lebererkrankung – unterscheiden sich in ihrem Risikoprofil von MASLD-Patienten mit Übergewicht. Eine Studie hat die Differenzen untersucht.