Kommentar

Ein Eigentor der Ärzte

Von Helmut LaschetHelmut Laschet Veröffentlicht:

Im Unterschied zur Union und Bundeskanzlerin Angela Merkel, die ihre gesundheitspolitischen Absichten derzeit gern im Nebel verschwinden lassen, zeigt Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt Kontur: Auch wenn ihre Pläne zur GOÄ-Novelle den betroffenen Ärzten sicher nicht schmecken dürften, so haben sie zumindest den Vorteil, dass man nun weiß, worauf man sich im Falle einer Fortsetzung der großen Koalition gefasst machen muss.

Dass Schmidt und die SPD sukzessive die PKV an das GKVNiveau heranrücken will, ist bekannt. Da dies nicht in einem Schritt funktioniert, macht man es eben scheibchenweise.

Einer der größten Unterschiede zwischen PKV und GKV sind Art und Höhe der Honorierung. Schmidt kommt es dabei gelegen, dass eine Novellierung der GOÄ längst überfällig ist. Von den Spitzenorganisationen der Ärzte und Zahnärzte sind dabei in den zurückliegenden Jahren strategische Fehler gemacht worden. Das Angebot des Verordnungsgebers, in Selektivverträgen mit den Privatversicherern Honorarverträge abzuschließen, ist als Dumpingmodell von Bundesärzte- und -zahnärztekammer verworfen worden. Jetzt könnte der Ball von der Politik gespielt werden - und im Tor der Ärzte landen.

Lesen Sie dazu auch: Schmidt will Privathonorar nivellieren Hoppe: Maßstab für Ärztehonorare ist die GOÄ

Mehr zum Thema

Treffen wird vorgezogen

Bund und Länder beraten am Dienstag über Anti-Corona-Regeln

Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Jetzt anmelden / registrieren »

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

» kostenlos und direkt in Ihr Postfach

Am Morgen: Ihr individueller Themenmix

Zum Feierabend: das tagesaktuelle Telegramm

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Bei aggressiven Patienten hilft nur Deeskalation: Dabei sollten die MFA ruhig, aber bestimmt Grenzen setzen.

© LIGHTFIELD STUDIOS / stock.adobe.com

Tipps

Die richtige Kommunikation mit schwierigen Patienten

Die Gesundheitsministerkonferenz will mehr Gelegenheiten für das Corona-Impfen schaffen – so auch in Apotheken.

© ABDA

GMK-Beschluss

Gesundheitsminister wollen Corona-Impfungen in Apotheken

Trauer über den Verlust des Babys: 0,62 Prozent der Klinikgebärenden ohne COVID-19 hatten in den USA von März 2020 bis September 2021 eine Totgeburt. Bei Gebärenden mit COVID waren es 1,26 Prozent. (Symbolbild mit Fotomodell)

© thodonal / stock.adobe.com

Corona-Studien-Splitter

Was CureVacs Corona-Impfstoff von BioNTechs unterscheidet