Kommentar zu Regressen

Erleichterung für Ärzte

Helmut LaschetVon Helmut Laschet Veröffentlicht:

Man könnte ja Böses vermuten und den Wahlkampf in Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein als Ursache dafür ansehen, dass das Bundesgesundheitsministerium eine für Vertragsärzte wichtige Klarstellung vorgenommen hat.

Das mit dem Versorgungsstrukturgesetz verankerte Prinzip "Beratung vor Regress" bei erstmaligem Überschreiten von Richtgrößen um mehr als 25 Prozent gilt nicht nur für neue, sondern für alle laufenden Verfahren.

Bislang war unter Juristen strittig, ob die neue, für Ärzte günstigere Regelung auch für Altfälle gilt.

Angesichts der offenbar hohen psychologischen Signalwirkung von Arznei- und Heilmittelregressen ist die Interpretationshilfe aus dem Hause Bahr mehr als nur Taktik in einem schwierigen Wahlkampf. Sie ist sachlich gerechtfertigt.

Auf einem anderen Blatt steht die Forderung der KBV nach völliger Abschaffung der Richtgrößenprüfungen. Alle Erfahrung in der Vergangenheit hat gezeigt, dass der Verzicht auf jegliche Kontrolle rasch ins Laissez-faire im Umgang mit knappen Mitteln münden kann.

Folglich wäre es Aufgabe von KBV und KVen, Alternativen zu entwickeln, die sich stärker an Versorgungsnotwendigkeiten und -zielen orientieren.

Lesen Sie dazu auch den Bericht: Bahr will Ärzte schützen

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
Hybrid-DRG Plus: Ambulante Operationen per Mausklick abrechnen

© KVNO

Schnell und sicher

Hybrid-DRG Plus: Ambulante Operationen per Mausklick abrechnen

Anzeige | Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein
Kommentare
* Hinweis zu unseren Content-Partnern
Dieser Content Hub enthält Informationen des Unternehmens über eigene Produkte und Leistungen. Die Inhalte werden verantwortlich von den Unternehmen eingestellt und geben deren Meinung über die Eigenschaften der erläuterten Produkte und Services wieder. Für den Inhalt übernehmen die jeweiligen Unternehmen die vollständige Verantwortung.
Sonderberichte zum Thema

Ist das AMNOG bereit für HIV-Innovationen?

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Gilead Sciences GmbH, Martinsried
Arzneiforschung: Von Innovationen profitieren nicht nur Patienten, sondern immer auch die Gesellschaft als Ganzes.

© HockleyMedia24 / peopleimages.com / stock.adobe.com

Nutzenbewertung

Arznei-Innovationen: Investition mit doppeltem Nutzen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Verband der forschenden Pharma-Unternehmen (vfa)
AMNOG-Verfahren: Plädoyer für ein Update

© Springer Medizin Verlag GmbH

AMNOG-Verfahren: Plädoyer für ein Update

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Roche Pharma AG, Grenzach-Wyhlen
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Datenschutz im Praxisalltag

ePA 2026: Schutzlücken bleiben – wie sie im Alltag umschifft werden können

Kollegialer Rat

Empfehlungen für das Überbringen schlechter Nachrichten

Lesetipps
Eine junge Person hält die hand einer älteren Person in der Hand.

© openlens / Stock.Adobe.com

„Unser ältester Patient ist 86!“

Erwachsen mit Mukoviszidose: Versorgung muss sich anpassen