Direkt zum Inhaltsbereich

Innovationsfondsprojekt

Feldversuch: In Hamburg und Berlin gehen Primärversorgungszentren an den Start

Die Poliklinik in der Hamburger Veddel und das GeKo-Stadtteil-Gesundheitszentrum Neukölln werden künftig von Community Health Nurses unterstützt. Der Gemeinsame Bundesausschuss fördert damit die Etablierung von Primärversorgungszentren.

Veröffentlicht:

Hamburg. Das Innovationsfondsprojekt NAVIGATION erprobt an zwei Standorten, in Berlin und Hamburg, wie sich durch Primärversorgungszentren Barrieren in der ambulanten Versorgung abbauen und Zugänge erleichtern lassen. Ziel ist eine größere gesellschaftliche Gerechtigkeit im Gesundheitswesen.

Von April 2025 bis März 2027 werden dafür 580 Patientinnen und Patienten in der Poliklinik Hamburg-Veddel sowie im Stadtteil-Gesundheits-Zentrum GeKo in Berlin-Neukölln einen neuartigen Versorgungspfad durchlaufen. Beide Standorte liegen in sozioökonomisch schlechter gestellten Stadtteilen und sind bereits seit Jahren aktiv.

Koordinierte interdisziplinäre Versorgung

Die Versorgung erfolgt durch ein berufs- und sektorenübergreifendes Team. Neben Hausärztinnen und -ärzten sind etwa Psychologen und Sozialarbeiter dabei. Neu ist, dass jetzt Community Health Nurses die klinische Leitung und die zentrale Steuerungsfunktion in den Projekten übernehmen.

Lesen sie auch

Sie begleiten die Patienten im Versorgungsprozess, berücksichtigen soziale Faktoren, sind ständige Ansprechpartner und unterstützen in regelmäßigen Gesprächen, telefonischen Check-ups und Hausbesuchen, aber auch bei bürokratischen Hürden oder fehlendem Sprachverständnis.

Personen im Fokus, die unzureichend versorgt sind

„Wir erreichen damit eine viel breitere Patientengruppe und auch diejenigen, deren Versorgung bislang nicht ausreichend sichergestellt ist“, sagte der stellvertretende Vorstandsvorsitzender der AOK Rheinland/Hamburg, Matthias Mohrmann. Die Kasse ist neben der AOK Nordost Projektpartner von NAVIGATION („Nachhaltig versorgt im gemeindenahen Gesundheitszentrum – Gesundheit im Zentrum“).

Lesen sie auch

Zum Konsortium zählen außerdem die Berliner Uniklinik Charité, die Frankfurt University of Applied Sciences und die Hamburgische Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung e.V. Die Projektleitung liegt bei der Poliklinik Veddel und dem GeKo. (di)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
Jugendliche die schon früh, ohne Eltern in die Sprechstunde kommen, werden selbstständiger.

© Racle Fotodesign / stock.adobe.com

Typ-1-Diabetes bei Kindern und Jugendlichen

Wie gelingt der Übergang vom Pädiater in die Erwachsenenmedizin?

Frauen erhalten eine andere und meist schlechtere Behandlung als Männer. Sie sind häufiger vom Medical Gaslighting betroffen, insbesondere in der Kardiologie.

© NPS Studio / stock.adobe.com

Hormone, Schwangerschaft, Wechseljahre

Warum ein Diabetes Frauen anders trifft als Männer

50 Jahre Jung-Preis

© Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung

50 Jahre Jung-Preis

Freiheit als Voraussetzung für medizinischen Fortschritt

Anzeige | Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Die kardiorenalmetabolische Organachse: ganzheitliche Versorgung durch interdisziplinäre Zusammenarbeit (Quelle: Michalopoulou E et al., J Clin Med 2025, 14:428)

© Springer Medizin Verlag

Biomarker gegen Diabetes-Folgen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Roche Diagnostics Deutschland GmbH, Mannheim
Abb. 1: AIO-KRK-0424/ass-Registerstudie: Leitlinienadhärenz

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [5]

BRAFV600E-mutiertes mCRC nach systemischer Vortherapie

Registerstudie weist auf Defizite in der Umsetzung der Leitlinienempfehlungen hin

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Pierre Fabre Pharma GmbH, Freiburg
Abb. 1: Rückgang der generalisierten tonisch-klonischen Anfälle unter Cannabidiol + Clobazam

© Springer Medizin Verlag , modifiziert nach [1]

Real-World-Daten aus Deutschland zum Lennox-Gastaut- und Dravet-Syndrom

Cannabidiol in der klinischen Praxis: vergleichbare Wirksamkeit bei Kindern und Erwachsenen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Jazz Pharmaceuticals Germany GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Mega-Analyse

BMI ade? Beim kardiovaskulären Risiko kommt es auf das Bauchfett an

Lesetipps
Ärztin mit Patientem

© Alexander Raths / stock.adobe.com

Dermatologin Yael Adler gibt Tipps

Wie man Hypochondern in der Praxis am besten begegnet

Eine Ärztin spricht mit einer Patientin.

© Monkey Business / stock.adobe.com

Biopsychosozial vorgehen!

So unterstützen Sie Ihre Patienten bei funktionellen Körperbeschwerden

Die Ärzte Zeitung ist jetzt auch auf Instagram aktiv.

© prima91 / stock.adobe.com

Social Media

Folgen Sie der Ärzte Zeitung auf Instagram