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Zur Klinikreform

GKV in Bayern: „Finanzielle Reserven der Krankenkassen sind erschöpft“

Die Krankenkassenverbände in Bayern fordern von der Politik die Umsetzung der Strukturreformen im Krankenhaussektor. Sonst gehe der GKV die Puste aus.

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München. In Berlin geht es bei der Krankenhausreform nicht recht voran. Anlass genug für die gesetzlichen Krankenkassen (GKV) in Bayern, sich zu Wort zu melden. Ihre Botschaft: Finanziell stoßen die Kassen an ihre Grenzen, Reformen im stationären Sektor seien dringend nötig.

Im Freistaat engagierten sich die Krankenkassen in diesem Jahr bis an die Grenze des gesetzlich Möglichen, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung der Arbeitsgemeinschaft der Krankenkassenverbände in Bayern. Bei einem Gesamtfinanzierungsvolumen von rund zehn Milliarden Euro im Jahr 2024 würden rund 500 Millionen Euro zusätzlich für die stationäre Versorgung zur Verfügung gestellt.

„Drastische Rücklageabschmelzungen“

Die GKV stelle über die Vereinbarung zum Landesbasisfallwert derzeit mehr Mittel zur Verfügung, als aufgrund der allgemeinen Kostenentwicklung an Preissteigerungen zu erwarten sei. „Durch diese enormen Kraftanstrengungen sind nach den drastischen Rücklageabschmelzungen der letzten Jahre die finanziellen Reserven der Krankenkassen erschöpft“, heißt es in dem Schreiben wörtlich.

Die Arbeitsgemeinschaft fordert deshalb, dass „rasch und gezielt an den Strukturen gearbeitet“ werden müsse – und zwar unter Beteiligung aller relevanten Akteure und mit dem klaren Ziel, die bayerischen Krankenhausstrukturen zukunfts- und patientengerecht zu organisieren.

Die Ambulantisierung müsse dabei ganz oben auf der Agenda stehen. Die Digitalisierung im Gesundheitswesen etwa eröffne neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit. Mit der Förderung von Modellprojekten wie den telemedizinischen Schlaganfallnetzwerken habe die GKV in Bayern strukturelle Anpassungspotenziale sichtbar gemacht. (mic)

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