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Forschungsprojekt zur Versorgung bei Demenz bezieht Hausärzte ein

Nach "Schwester Agnes" kommt nun die "Dementia Care Managerin": Ein neu gegründetes Zentrum für integrierte Demenzversorgungsforschung in Mecklenburg-Vorpommern sieht dafür großen Bedarf.

Dirk SchnackVon Dirk Schnack Veröffentlicht:
Mehr Versorgung für Demenz-Patienten auf dem Land. © dpa

Mehr Versorgung für Demenz-Patienten auf dem Land. © dpa

© dpa

ROSTOCK. "Wir wollen die Demenzforschung in unserem Lande voranbringen und neue versorgungsmedizinische Ansätze zum Wohl der vorrangig älteren Demenzpatienten und ihrer Familien entwickeln", sagte Professor Stefan Teipel vom Universitätsklinikum Rostock, Sprecher des DZNE-Standortes Rostock/Greifswald und Leiter des Zentrums für integrierte Demenzversorgungsforschung.

Das Zentrum wird sich vorrangig mit drei Schwerpunkten befassen:

  • Die Erfassung des tatsächlichen Gesundheitszustandes der Bevölkerung im Nordosten in Bezug auf Demenzerkrankungen. Dabei werden Patienten mit kognitiven Störungen über Hausarztpraxen erfasst. "Hintergrund ist die Tatsache, dass nur ein Teil der Demenzerkrankungen tatsächlich erkannt wird", teilten die Initiatoren hierzu mit.
  • Die Entwicklung neuer Versorgungsstrukturen: Im Mittelpunkt steht der Einsatz von speziell ausgebildeten Pflegekräften, so genannten "Dementia Care Managern", die auf den Einzelfall zugeschnittene Beratung anbieten sollen.
  • Die Bereitstellung neuester diagnostischer und therapeutischer Verfahren für eine frühe Erkennung und bessere Behandlung von Demenzerkrankungen. Neben der medikamentösen Behandlung und der kognitiven Rehabilitation der Patienten kommt dabei der Schulung von Angehörigen eine besondere Rolle zu.

Neben dem Zentrum wurde auch der Standort Rostock/Greifswald des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen e. V. (DZNE) eröffnet. Das Zentrum für integrierte Demenzversorgungsforschung ist eine Kooperation zwischen den Universitäten und Universitätskliniken Greifswald und Rostock und arbeitet wissenschaftlich eng mit dem DZNE zusammen. Bundesweit gibt es sieben Standorte des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen in der Helmholtz-Gemeinschaft.

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