Direkt zum Inhaltsbereich

GOÄ: Zuschläge für Praxen gefordert

Alles über einen Kamm scheren geht nicht: So lassen sich zumindest Forderungen des KV-Vorsitzende in Westfalen-Lippe Dryden deuten. Er fordert für die neue GOÄ eine Trennung zwischen Praxis und Klinik - erstere sollten Zuschläge erhalten.

Veröffentlicht:
Dryden: Mehraufwand berücksichtigen.

Dryden: Mehraufwand berücksichtigen.

© KVWL

KÖLN (iss). Die Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) sollte künftig unterscheiden, ob der abrechnende Arzt im Krankenhaus oder in eigener Praxis arbeitet. Das fordert der Vorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) Dr. Wolfgang-Axel Dryden.

"Wir brauchen eine gestaffelte GOÄ mit unterschiedlichen Gebühren für Niedergelassene und Klinikärzte oder Abschlags- und Zuschlagsregelungen", sagt Dryden im Gespräch mit der "Ärzte Zeitung".

Er unterstützt die Absicht des Präsidenten der Bundesärztekammer Dr. Frank Ulrich Montgomery, die GOÄ-Reform voranzutreiben.

In einem Schreiben bittet der KVWL-Chef Montgomery, dabei die besonderen Bedingungen in der ambulanten Versorgung zu berücksichtigen.

"Der Mehraufwand, der mit der selbstständigen Tätigkeit und der Führung einer Praxis verbunden ist, muss bei der GOÄ angemessene Berücksichtigung finden", sagt Dryden.

Zuschläge für Investitionskosten

Es sei nicht dasselbe, ob der liquidationsberechtigte Klinikarzt oder der Arzt in eigener Praxis eine Leistung erbringt.

Nach seiner Ansicht müssen die Unterschiede in die betriebswirtschaftliche Kalkulation der Gebührenpositionen und in die Honorierung einfließen.

Dryden schlägt einen Investitionskostenzuschlag für niedergelassene Ärzte vor, wenn Leistungen kostenintensive technische Voraussetzungen oder hohen Personalaufwand verlangen.

Niederschlagen müsse sich auch die Tatsache, dass die niedergelassenen Mediziner den Facharztstandard und die durchgängige persönliche Leistungserbringung garantieren.

"Ich kann ärztliche Leistungen nicht an nachrangige Ärzte delegieren", sagt der Allgemeinmediziner.

Ob die notwendige Differenzierung über eigene Gebühren für Kliniker und Niedergelassene erfolge oder über Ab- und Zuschlagsregelungen könne diskutiert werden.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Schritt als Signal an die Mitglieder

Kammerbeiträge in Thüringen sinken moderat

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Symposiums v.l.n.r.: Professor Karl Broich (BfArM), Dr. Jürgen Malzahn (AOK-Bundesverband), Dr. Christine Mundlos (ACHSE e.V.), Hauke Gerlof (Ärzte Zeitung), Dr. Johanna Callhoff (DRFZ), Professor Christoph Schöbel (Ruhrlandklinik, Universitätsmedizin Essen), Privatdozent Dr. Christoph Kowalski (Deutsche Krebsgesellschaft), Dr. Peter Kaskel (Idorsia)

© Thomas Kierok

ICD-11: Die Zeit ist reif für die Implementierung

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Idorsia Pharmaceuticals Germany GmbH, München
Abb. 1: Bei erfolgreich therapierter Sialorrhö ist Teilhabe wieder leichter möglich

© Olesia Bilkei / stock.adobe.com [Symbolbild]

Glycopyrroniumbromid bei schwerer Sialorrhö†

Wirtschaftliche Verordnung durch bundesweite Praxisbesonderheit

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Proveca GmbH, Düsseldorf
Vorteile des Logins

Mit unserem kostenloses Login erhalten Ärztinnen und Ärzte, Medizinstudierende sowie Fachkräfte im Gesundheitswesen vollen Zugriff auf unsere medizinischen und praxisrelevanten Inhalte.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Leserumfrage

Umfrage zur E-Patientenakte: Alltag statt Aufbruch

Lesetipps
Eine ältere Frau schaut traurig aus dem Fenster

© terovesalainen / stock.adobe.com

Empfehlungen für die Therapie

So holen Sie Ihre Patienten aus der Post-Stroke-Depression

anatomisches Herz

© abhijith3747 / stock.adobe.com

Empfehlungen im Überblick

ESC-Leitlinie Herzinsuffizienz: Das sind 7 wichtige Änderungen

Beim DEGAM-Kongress machten Teilnehmer ein Selfie.

© Rolf Schulten

Kompakt informiert

DEGAM-Kongress: Unsere Beiträge im Überblick