Gastro Liga warnt vor zu wenig Einsatz für Prävention

Immer mehr Menschen sind übergewichtig, mit erheblichen Folgen für die Gesundheit.

Veröffentlicht:
Übergewicht kann schwere Folgen haben.

Übergewicht kann schwere Folgen haben.

© Dave / fotolia.com

BERLIN (sun). Die Deutsche Gesellschaft zur Bekämpfung der Krankheiten von Magen, Darm und Leber (Gastro-Liga) hat davor gewarnt, dass das geringe Engagement in der Primärprävention schwere Folgen haben wird.

Da inzwischen auch immer mehr junge Menschen übergewichtig seien und sich schlecht ernährten, könnten in einigen Jahren ein "ganzer Rattenschwanz" an weiteren Erkrankungen folgen, warnt Gastroenterologe und Vorsitzender der Gastro-Liga, Professor Jürgen Riemann. Auch das Risiko für Darmkrebs steige.

"Politik und Kassen müssen ihr Engagement in der Primärprävention daher unbedingt verstärken", fordert Riemann. Auch Übergewicht sei eine "schleichende Epidemie". Dem müsse entschieden entgegengewirkt werden. Es gebe zwar "gute Ansätze" in die richtige Richtung, das reiche aber bisher noch nicht aus.

Jedes Jahr erkrankten 73 000 Menschen an Darmkrebs, außerdem gebe es durch diese Erkrankung 27 000 Sterbefälle. Jedoch würden Darmkrebs-Vorsorgeuntersuchungen immer noch von zu wenigen Menschen in Anspruch genommen.

"Darmkrebs ist nach wie vor eine der schwersten Krebserkrankungen", warnte Riemann. Allerdings sei es immer noch sehr schwierig, bei den Menschen das Bewusstsein für diese Erkrankung zu wecken. Diese Situation müsse verbessert werden.

Künftig sollten alle Menschen daher - ähnlich wie beim Brustkrebs-Screening - eine Einladung zum Darmkrebsscreening erhalten. Zuvor müsse jedoch der Datenschutz in Deutschland einheitlich geklärt werden.

Darüber hinaus sollten Menschen mit erhöhtem Darmkrebs-Risiko, gezielt durch ihren Hausarzt oder Medien über die Möglichkeit einer Vorsorgeuntersuchung aufgeklärt werden, fordert Riemann. Menschen mit Darmkrebs in der Familie sollten zehn Jahre früher mit dem Screening beginnen, da sie durchschnittlich zehn Jahre früher erkrankten.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Kommentare
* Hinweis zu unseren Content-Partnern
Dieser Content Hub enthält Informationen des Unternehmens über eigene Produkte und Leistungen. Die Inhalte werden verantwortlich von den Unternehmen eingestellt und geben deren Meinung über die Eigenschaften der erläuterten Produkte und Services wieder. Für den Inhalt übernehmen die jeweiligen Unternehmen die vollständige Verantwortung.
Sonderberichte zum Thema
MRT-Bildgebung und Monitoring

© wedmoments.stock / stock.adobe.com

Plexiforme Neurofibrome bei Neurofibromatose Typ 1

MRT-Bildgebung und Monitoring

Sonderbericht | Beauftragt und finanziert durch: Alexion Pharma Germany GmbH, München
Zielgerichtete Interleukin-23p19-Inhibition

© Oleh / stock.adobe.com

Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen

Zielgerichtete Interleukin-23p19-Inhibition

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Lilly Deutschland GmbH, Bad Homburg v.d.H.
Abb. 2: ADA und nAb unter AVT05 und Referenz-Golimumab bis Woche 16

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [3]

Colitis ulcerosa

Das erste Golimumab-Biosimilar erweitert die Therapieoption bei entzündlichen Erkrankungen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Advanz Pharma GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Datenschutz im Praxisalltag

ePA 2026: Schutzlücken bleiben – wie sie im Alltag umschifft werden können

„Unser ältester Patient ist 86!“

Erwachsen mit Mukoviszidose: Versorgung muss sich anpassen

Heimkehrer

Dr. Petrakis’ Weg von Kreta an die Saar – und wieder zurück

Lesetipps
Ein älterer Mann muss stark husten und hält eine Hand auf seine Brust.

© Getty Images

Infektionsmanagement

Keuchhusten: Was bei der Behandlung Erwachsener wichtig ist