Saarland

Gebündelte Forschung gegen Keime

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Saarbrücken. Mit einer interdisziplinären Partnerschaft wollen die Universität des Saarlandes und Institute der Helmholtz- und Leibnitz-Gemeinschaften die biomedizinisch-pharmazeutische Wirkstoffforschung voranbringen.

Bei der Unterzeichnung des Kooperationsvertrages wies der Naturstoffforscher Professor Rolf Müller auf die aktuelle Gefahr durch multiresistente Bakterien hin, zumal die Neuentwicklung wirkungsvoller Antibiotika bereits über mehrere Jahrzehnte ins Stocken geraten sei.

Von der „Allianz Pharmazeutische Forschung Saarland“ erhoffe er sich durch das Zusammenwirken von Pharmazie, Medizin, Informatik und Materialwissenschaft innovative Forschungsansätze mit neuartigen Wirkstoffen und Erkenntnisse für den zielgerichteten Transport im Körper.

Der Strukturbiologe Professor Dirk Heinz betonte die Notwendigkeit, patientenspezifische Ansätze für die Medikamentenentwicklung schneller in die Anwendung zu überführen. Neben Forschungsprojekten ist auch die gemeinsame Berufung von Professoren vorgesehen.

Die Allianz ist auf fünf Jahre ausgelegt und kann über einen Kooperationsfonds von 3,3 Millionen Euro verfügen. Partner sind die Uni des Saarlandes, das Leibnitz-Institut für Neue Materialien (INM) und das Helmholtz-Institut für Pharmazeutische Forschung Saarland (HIPS), das zum Zentrum für Infektionsforschung in Braunschweig gehört. (kud)

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