Kommentar

Geld allein bringt‘s nicht

Von Christiane BadenbergChristiane Badenberg Veröffentlicht:

Mehr als die Hälfte der deutschen Krankenhäuser hat Probleme, genug Personal für die Intensivpflege zu finden. Eine Lösung für das Problem hat der Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) bei der Vorstellung der Studie zur Personalsituation gleich selbst gegeben. "Wir müssen aufhören den Beruf der Pflege schlechtzureden", fordert Thomas Reumann.

Recht hat er. Aber anschließend folgte – wie immer bei der DKG – der Ruf nach mehr Geld. Der mag trotz vieler Finanz-Sonderprogramme für Kliniken in den vergangenen Jahren berechtigt sein, spannender ist aber die erste Feststellung.

Und hier können Krankenhäuser selbst ansetzen. Ein Beruf wird interessant, wenn er sinnvoll ist, Abwechslung bietet und die Arbeitsbedingungen stimmen.

Die Sinnhaftigkeit des Pflegeberufs erschließt sich von selbst und abwechslungsreich ist er auch. Bei den Arbeitsbedingungen spielt eine angemessene Bezahlung eine große Rolle, aber längst nicht die einzige.

Wichtig ist Zeit. Für die Patienten oder um komplexe Aufgaben konzentriert erledigen zu können. Aber auch innovative Arbeitszeitmodelle, gut geschulte Führungskräfte oder Fortbildungsangebote helfen bei der Mitarbeitersuche. Es ist der DKG nicht verboten, in diese Richtung zu denken. Es kostet auch nicht viel.

Mehr zum Thema

Erfolgreiche Sondierung

Das plant die Ampelkoalition im Bereich Gesundheit

Deutscher Pflegetag

Pflege: Die Bedarfe der Betroffenen als Richtschnur

Kooperation | In Kooperation mit: AOK-Bundesverband
Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Jetzt anmelden / registrieren »

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

» kostenlos und direkt in Ihr Postfach

Am Morgen: Ihr individueller Themenmix

Zum Feierabend: das tagesaktuelle Telegramm

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Zeitgenössischer Kupferstich von William T. G. Morton und Kollegen im Massachusetts General Hospital in Boston. Mittels eines Glaskolbens führte Morton die Äthernarkose vor.

© akg-images / picture-alliance

175 Jahre Anästhesie

Triumph über den Schmerz

Nach erfolgreicher Sondierungswoche (v.l.n.r): Robert Habeck und Annalena Baerbock, Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz und FDP-Chef Christian Lindner am Freitag in Berlin.

© Kay Nietfeld/picture alliance

Erfolgreiche Sondierung

Das plant die Ampelkoalition im Bereich Gesundheit