Kommentar

Gesundheit wird teurer

Helmut LaschetVon Helmut Laschet Veröffentlicht:

Gemessen an der Renten- und erst recht der Arbeitslosenversicherung werden sich die gesetzlichen Krankenkassen durch die Wirtschaftskrise nur einige blaue Flecken holen. Vorerst. 2,9 Milliarden Euro oder 1,7 Prozent des Gesamtbudgets von 167 Milliarden Euro werden dieses Jahr konjunkturbedingt fehlen. Bei einem Rückgang der Wirtschaftsleistung um sechs Prozent!

Die neuen Daten aus dem Schätzerkreis zeigen, dass die Beitragseinnahmen des Gesundheitsfonds nur mäßig auf die Krise reagieren. Der Grund: Auch auf Renten und Arbeitslosigkeit werden Kassenbeiträge gezahlt. Entstehende Lücken deckt der Bund mit Krediten ab. Allerdings kommt die dicke Rechnung 2011: Dann sollen die Kassen zurückzahlen.

Aber die Wette gilt: Bis dahin steht die nächste GKV-Finanzreform auf der Tagesordnung. Der Druck wird wachsen, wenn die ersten Kassen unabhängig von einem global ausgeglichenen Gesundheitsfonds Zusatzbeiträge erheben müssen und möglicherweise sogar unverschuldet in die Finanzklemme geraten. Schon jetzt wird die nächste Regierung in Berlin nicht zu beneiden sein: sie wird dem Bürger Leistungskürzungen oder mehr Mehrbelastungen zumuten müssen - der "Hang over" kommt.

Lesen Sie dazu auch: Dem Fonds fehlen rund 2,9 Milliarden Euro Das Loch im Fonds soll der Staat mit Steuern decken

Schlagworte:
Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

EU-Pharma-Regulierung: Impulse für Deutschland

IQWiG-Methoden-Papier und EU-Guidances: Ein Vergleich

Kooperation | In Kooperation mit: AbbVie Deutschland, DAK Gesundheit, MSD Sharp & Dohme, Novo Nordisk, Roche Pharma, vfa und Cencora Global Consulting Services

Übergangsfinanzierung für Kliniken in der Kritik

Grünen-Politikerin warnt vor teuren Subventionen für Krankenhäuser

Kommentare
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Cyberangriffe & Co.

So reagieren Arztpraxen im IT-Notfall richtig

Gendermedizin

Lena Marie Seegers: Ein Herz für Frauenherzen

Evolution der Therapiesteuerung

Diabetesmanagement: Das Ende des HbA1c-Werts?

Lesetipps
Madrid bei Sonnenuntergang.

© Shansche / Getty Images / iStock

Vorschau aufs Wochenende

Herzkongress ESC 2025: Diese neuen Studien stehen im Blickpunkt

Ein Hausarzt lädt in seiner Praxis Dokumente in eine elektronische Patientenakte

© Daniel Karmann/dpa

Stichtage rücken näher

Warum es sich für Praxen lohnt, vor dem 1. Oktober in die ePA einzusteigen