EBM

Hausärzte lehnen Reform ab

Veröffentlicht:

BERLIN. Der Deutsche Hausärzteverband lehnt die Eckpunkte zur EBM-Reform weiterhin ab.

"Auch intensive Diskussionen mit den hausärztlichen Vertretern der Kassenärztlichen Bundesvereinigung konnten die Gremien des Hausärzteverbandes weder von der Notwendigkeit noch von der Sinnhaftigkeit eines neuen EBM für Hausärzte überzeugen", erklärte Verbandsvorsitzender Ulrich Weigeldt.

Statt mit dem neuen EBM Verwerfungen in klassischen Hausarztpraxen auszulösen, sollten die hausärztlichen Grundleistungen besser im jetzigen EBM aufgewertet werden.

Die am 1. März von der KBV-Vertreterversammlung beschlossene Trennung der Honorartöpfe von Haus- und Fachärzten dagegen hält der Verband für "sinnvoll". ( eb)

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Kommentare
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Dr. Thomas Georg Schätzler

Hirnriss gegen Hausärzte?

Dieser KBV-Dreisprung ist ein echt hausarztfeindliches Haudrauf-Manöver:

• Wahltarif I: Hausärzte/-innen werden mit einem Regelleistungsvolumen (RLV) pauschal abgestraft und quartalsweise budgetiert. Die Damen und Herren Fachärzte erstellen ohne Überweisung dicke Einzelfallabrechnungen. Die Patienten bezahlen trotz eingezahlter GKV-Beiträge ein weiteres Mal Facharztrechnungen.
• Wahltarif II: Das herunterbudgetierte Sachleistungsprinzip gilt nur für Hausärzte. Fachärzte agieren dagegen im rechtsfreien Raum mit lukrativer Kostenerstattung und Einzelleistungsvergütung.
• Wahltarif III: Freie Hausarzt- und Facharztwahl nach "flatrate"-Manier und "all-you-can-eat"-Prinzip. Dieses bestehende Sachleistungsprinzip wurde uns von KBV und SpiBu (Spitzenverband Bund der GKV-Kassen) eingebrockt. Und jetzt sollen Versicherte dafür einen sozialgesetzbuchwidrigen Extra-Zusatzbeitrag bezahlen?

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund


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