Berufspolitik

Hausarzt-Professor in den Startlöchern

Vor fast einem Jahr wurde es bekannt, jetzt ist sie gestartet: die Hausarzt-Professur an der Uni Lübeck. Doch der KV in Schleswig-Holstein reicht das noch nicht.

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Lehrstuhl-Inhaber Träder: setzt auf ein realitisches Bild.

Lehrstuhl-Inhaber Träder: setzt auf ein realitisches Bild.

© Uni Lübeck

LÜBECK (di). Professor Jens-Martin Träder hat seine Lehrprofessur Allgemeinmedizin an der Uni Lübeck aufgenommen. Nun drängt die KV Schleswig-Holstein auch auf eine Lösung in Kiel.

Mit der Besetzung durch den Lübecker Hausarzt ist nach Überzeugung der KV ein wichtiger Meilenstein geschafft. "Professor Träder ist ein ausgewiesener Experte und bringt als praktizierender Hausarzt und langjähriger Lehrbeauftragter für Allgemeinmedizin umfangreiche Erfahrungen mit", sagte KV-Chefin Dr. Ingeborg Kreuz.

Kreuz: "Ihm wird es gelingen, die Medizinstudenten kompetent auszubilden und sie für den Beruf des Hausarztes zu begeistern."

Träder hatte vor rund einem halben Jahr im Gespräch mit der "Ärzte Zeitung" angekündigt, den Studierenden ein realistisches Bild der Tätigkeit zu vermitteln.

Lehrstuhl auch für Kiel gefordert

Ein wichtiger Schritt dazu ist getan: Die KV hat unter anderem durch ihre Landarztkampagne in den vergangenen Monaten die Zahl ihrer Lehrpraxen im Land deutlich aufstocken können.

Damit erhalten den Medizinstudenten frühzeitig Einblicke in die hausärztliche Tätigkeit.

Die KV kämpft zusammen mit der Ärztekammer und anderen Beteiligten im Norden seit Jahren in einem Förderverein um einen Lehrstuhl für Allgemeinmedizin.

Träders Berufung - die weder vom Ministerium, noch von der Uni publik gemacht wurde - ist nur ein Teilerfolg. Die Forschungsprofessur in Lübeck ist noch nicht vergeben.

Die KV mahnt auch für die Kieler Universität einen Lehrstuhl an. "Wir können die Attraktivität der hausärztlichen Tätigkeit in Schleswig-Holstein nur dann steigern, wenn wir an beiden Universitätsstandorten komplette Lehrstühle für Allgemeinmedizin haben", sagte Kreuz.

Ziel der Politik sollte es nach Ansicht der KV sein, die im Land ausgebildeten Mediziner auch in der Region zu halten.

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