Arzneimittelpolitik

Herzstiftung sieht Risiken durch Rabattverträge

FRANKFURT/MAIN (dpa). Die Deutsche Herzstiftung hat Rabattverträge der Krankenkassen mit Arzneimittelherstellern kritisiert.

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Sie könnten für Patienten zu einem häufigen Wechsel der Medikamente führen, sagte der Vorsitzende der Stiftung Hans-Jürgen Becker in Frankfurt. Selbst wenn der Arzt "jedes Mal das gleiche Präparat mit dem gleichen Wirkstoff verschreibt", könne es zu diesen Wechseln kommen.

Grund sei, dass die Apotheker verpflichtet sind, ein verordnetes Medikament gegen ein wirkstoffgleiches auszutauschen, falls dafür ein Rabattvertrag der Krankenkasse existiere.

Da die Kassen immer wieder neue Rabattverträge mit wechselnden Herstellern abschlössen, komme es häufig vor, dass Patienten ein anderes als das gewohnte Präparat erhielten. Die Überprüfung der Gleichwertigkeit eines Generikums werde nur auf das Originalpräparat bezogen. Abweichungen der Generika untereinander würden nicht untersucht, sagte der Pharmakologe Thomas Eschenhagen vom Wissenschaftlichen Beirat der Stiftung.

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