Kinder aus suchtbelasteten Familien

Hilfsprojekt „KidKit“ bekommt 150 .000 Euro vom Bund

Beratung per Mail und Chat: Das Kölner Hilfsprojekt „KidKit“ unterstützt Kinder und Jugendliche aus suchtbelasteten Familien. Um die Beratung auszubauen, schießt der Bund jetzt 150 .000 Euro zu.

Veröffentlicht:

Berlin. Die Bundesregierung will die Beratungsangebote für Kinder aus suchtbelasteten Familien weiter ausbauen. Konkret solle das Kölner Kinderhilfsprojekt „KidKit“ 150.000 Euro vom Bund erhalten, teilte die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Daniela Ludwig (CSU), am Mittwoch in Berlin mit.

Mit dem Geld sollten die Beratungsangebote von „KidKit“ optimiert werden. Zudem solle ein spezielles Qualifizierungsmodul für Lehrer entwickelt werden, um Kinder aus suchtbelasteten Familien schneller identifizieren zu können.

„Strategie des Schweigens“

Kinder, die in suchtbelasteten Familien aufwüchsen, dürften „nicht mehr durch das Raster fallen“, betonte Ludwig. Wegen der Coronavirus-Pandemie habe sich die Lebenssituation vieler Kinder und Jugendlicher erheblich verschlechtert. Das gelte gerade für die Kinder suchtkranker Eltern.

Während des Lockdowns seien viele der Betroffenen auf sich allein gestellt gewesen, so Ludwig. Grundsätzliches Problem sei, dass viele von Alkohol- oder Drogensucht betroffene Familien eine „Strategie des Schweigens“ anwendeten. Kinder bräuchten daher jemanden zum Reden.

Anlaufstellen auf einen Blick

„Kidkit“ ist ein seit 2003 bestehendes, internetbasiertes Informations-, Beratungs- und Hilfsangebot für Kinder und Jugendliche, die in Familien mit Suchterkrankungen, Gewalt oder psychischen Erkrankungen aufwachsen. Das Angebot der Drogenhilfe Köln ist so gestaltet, dass sämtliche Anlaufstellen für Kinder und Jugendliche suchtkranker Eltern über eine interaktive Landkarte auffindbar sind.

Hilfesuchende Kinder und Jugendliche werden über Kidkit.de von vier hauptamtlichen und mehreren ehrenamtlichen Mitarbeitern kostenlos und anonym per Mail und Chat beraten. Bei Bedarf werden die Jugendlichen an Therapie-und Beratungseinrichtungen in der Nähe weitervermittelt. (hom)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
Der Gesundheitsdialog

© Janssen-Cilag GmbH

J&J Open House

Der Gesundheitsdialog

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
Impulse für den medizinischen Fortschritt: Welches Mindset braucht Deutschland?

© Springer Medizin

Johnson & Johnson Open House-Veranstaltung am 26. Juni 2025 beim Hauptstadtkongress

Impulse für den medizinischen Fortschritt: Welches Mindset braucht Deutschland?

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
J&J Open House beim Hauptstadtkongress

© [M] Springer Medizin Verlag

Video zur Veranstaltung

J&J Open House beim Hauptstadtkongress

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
Glasglobus und Stethoskop, eingebettet in grünes Laub, als Symbol für Umweltgesundheit und ökologisch-medizinisches Bewusstsein

© AspctStyle / Generiert mit KI / stock.adobe.com

Klimawandel und Gesundheitswesen

Klimaschutz und Gesundheit: Herausforderungen und Lösungen

Kooperation | In Kooperation mit: Frankfurter Forum
Ein MRT verbraucht viel Energie, auch die Datenspeicherung ist energieintensiv.

© Marijan Murat / dpa / picture alliance

Klimawandel und Gesundheitswesen

Forderungen nach Verhaltensänderungen und Verhältnisprävention

Kooperation | In Kooperation mit: Frankfurter Forum
Ein Dialogforum von Fachleuten aus Gesellschaft, Gesundheitspolitik und Wissenschaft

© Frankfurter Forum für gesellschafts- und gesundheitspolitische Grundsatzfragen e. V.

Das Frankfurter Forum stellt sich vor

Ein Dialogforum von Fachleuten aus Gesellschaft, Gesundheitspolitik und Wissenschaft

Kooperation | In Kooperation mit: Frankfurter Forum
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Rückgang der generalisierten tonisch-klonischen Anfälle unter Cannabidiol + Clobazam

© Springer Medizin Verlag , modifiziert nach [1]

Real-World-Daten aus Deutschland zum Lennox-Gastaut- und Dravet-Syndrom

Cannabidiol in der klinischen Praxis: vergleichbare Wirksamkeit bei Kindern und Erwachsenen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Jazz Pharmaceuticals Germany GmbH, München

Chronisch kranke Kinder

Mangelernährung frühzeitig erkennen und konsequent angehen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Danone Deutschland GmbH, Frankfurt/Main
Rett-Syndrom: früh diagnostizieren, Betroffene bestmöglich fördern und Familien entlasten

© Olia / Generated with AI / stock.adobe.com

Neurologische Entwicklungsstörung

Rett-Syndrom: früh diagnostizieren, Betroffene bestmöglich fördern und Familien entlasten

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Acadia Pharmaceuticals (Germany) GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Off-Label-Use möglich

Long-COVID-Therapie: So schätzt Hausarzt Maibaum den G-BA-Beschluss ein

Lesetipps
Ei Spiegelei in einer Pfanne

© Kevsan / stock.adobe.com

Gastbeitrag

Sind Eier wirklich so gefährlich für Herz und Gefäße?