COVID-19-Impfkampagne

Honorarärzte wollen gegen Corona mitimpfen

Jeder approbierte Arzt soll jetz COVID-Impfstoff bestellen und verimpfen dürfen, fordert der Honorararztverband BVH.

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Berlin. Der Bundesverband der Honorarärzte (BVH) fordert „die sofortige Freigabe der in Deutschland zugelassenen COVID-Impfstoffe für alle approbierten Ärzte“. In einer Mitteilung heißt es, das ärztliche Berufsrecht kenne keine Ärzte erster, zweiter oder dritter Klasse. Grundsätzlich dürfe jeder approbierte Arzt „die Indikation zur Impfung stellen und die Impfung durchführen. Das gilt auch für Ärzte, die keine eigene Praxis betreiben.“

Solange der Impfstoff knapp gewesen sei, habe man die Einschränkung der Bestell-Erlaubnis für COVID-Impfstoff zunächst auf Vertrags-, später auch Privatärzte noch nachvollziehen können, erklärt BVH-Vorsitzender Dr. Nicolai Schäfer. Inzwischen sei das aber nicht mehr der Fall.

„Wenn ausreichend Impfstoff vorhanden ist, ist eine weitere Beschränkung der Verordnungsfähigkeit durch Privatärzte, die eine Privatpraxis betreiben oder Vertragsärzte, nicht mehr zu rechtfertigen.“ Schäfer beruft sich unter anderem auf die Mitteilung der EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, die am Wochenende hatte verlauten lassen, in der EU seien inzwischen 500 Millionen Dosen COVID-Impfstoffs ausgeliefert worden – „genug“, so von der Leyen, „um mindestens 70 Prozent der erwachsenen Bevölkerung noch in diesem Monat vollständig zu impfen“.

Er könne allein in seinem persönlichen Umfeld 30 bis 40 Personen impfen, versichert Honorararzt Schäfer. Im Verband gebe es etliche Mitglieder, die ebenfalls gerne impfen wollten. Der BVH zählt laut Schäfer rund 400 Mitglieder. Die Freigabe der Impfstoffe für alle approbierten Ärzte könne einen „Beitrag zur Erhöhung der Impfquote“ leisten. (cw)
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