In kleinen Schritten zum passenden Kooperations-Modell

Neue Versorgungsformen sind für viele Ärzte die Zukunft. Sie können auch gegen Ärztemangel helfen.

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KÖLN (iss). Niedergelassene Ärzte, die ihre Praxis durch kooperative Strukturen wirtschaftlich tragfähiger machen wollen, sollten in kleinen Schritten das für sie passende Modell suchen. Das empfiehlt Georg Heßbrügge, Bereichsleiter Gesundheitsmärkte und -politik bei der Deutschen Apotheker- und Ärztebank.

"Es geht darum, attraktive Möglichkeiten für die teilnehmenden Ärzte zu finden", sagte Heßbrügge auf dem "Gesundheitskongress des Westens 2012".

Filiale ist Akutpraxis

Er schilderte den Fall einer Einzelpraxis, die sich zu einer Gemeinschaftspraxis entwickelt hat.

Eine der beiden Zulassungen haben die Ärzte dann geteilt, und in einem nächsten Schritt haben sie eine Filialpraxis mit einem angestellten Arzt gegründet. Die Filiale ist eine Akutpraxis, während die Hauptpraxis vor allem nach Terminvergabe arbeitet.

Dieses Konzept trage auch dem Ärztemangel Rechnung, sagte Heßbrügge. "Wenn wir in der ambulanten Versorgung auf einen dramatischen Ressourcenmangel zusteuern, bedarf es der Weiterentwicklung der Strukturen."

Große Chancen bei Kooperationen mit Kliniken

Auch in der Kooperation zwischen niedergelassenen Ärzten und Kliniken liegen dabei große Chancen, betonte der 2. Vizepräsident der Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen Jochen Brink. "Kreative, von gegenseitigem Vertrauen geprägte Projekte zu entwickeln ist Aufgabe der Player vor Ort", sagte er.

Dr. Manfred Klemm, Vorstandsvorsitzender des Regionalen Gesundheitsnetzes Leverkusen, sieht in der Koordination der einzelnen Solisten im Gesundheitswesen eine der größten Herausforderungen.

"Es ist ganz egal, wer zuerst sinnvoll den Dirigenten macht, er sollte von den anderen anerkannt werden." Das ermögliche es, gemeinsam Erfahrungen zu sammeln.

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