TI-Anschluss

KVH-Vertreter wollen volle Kostendeckung

Veröffentlicht:

FRANKFURT/MAIN. Die Vertreter der KV Hessen fordern für Vertragsärzte die volle Übernahme der Folgekosten, die durch den gesetzlich erzwungenen Anschluss an die Telematikinfrastruktur (TI) entstehen. Einer entsprechenden Resolution stimmten am Samstag alle Delegierte zu.

Zur Begründung heißt es, in vielen Praxen entstünden durch die Installation des Konnektors Zusatzkosten, die aber nicht durch andere Erstattungen gedeckt würden. Hinzu kämen Einschränkungen der Funktionsfähigkeit anderer Programme durch den Anschluss an die TI.

Dort wo dies bereits vollzogen wurde, zeige sich, dass die TI „in der aktuellen Version nicht in allen Fällen alltagstauglich ist“. Statt Arbeitserleichterung entstünden Mehrarbeit, Mehrkosten und mehr Verantwortung für die Praxen.

Die vom Gemeinsamen Bundesausschuss verabschiedete neue Bedarfsplanungsrichtlinie wird in der VV nur teilweise positiv aufgenommen. Zwar seien die bundesweit 3500 zusätzlichen Arztsitze grundsätzlich zu begrüßen.

Doch würden diese nicht zusätzlich finanziert, sondern müssten zu Lasten aller bisherigen Vertragsärzte in das System integriert werden. So würden in Hessen anstatt der bisher fehlenden 270 Hausärzte ab sofort 370 Hausarztsitze vakant sein. (eb)

Mehr zum Thema

Patientenbeauftragte

Kassen sollen ihre Leistungen transparent machen

Hauptstadtkongress eröffnet

Die Lehren aus der Corona-Pandemie

Das könnte Sie auch interessieren
Digitalisierung? „Muss für Ärzte einen Mehrwert bieten!“

„EvidenzUpdate“-Podcast

Digitalisierung? „Muss für Ärzte einen Mehrwert bieten!“

Digitalisierung und Datenschutz pandemiekonform: SVR-Vorsitzender Professor Ferdinand Gerlach (li.) am 24. März in Berlin bei der Vorstellung des Ratsgutachtens und der Bundesdatenschutzbeauftragte Professor Ulrich Kelber (re.) einen Tag später bei der Vorlage seines Tätigkeitsberichts.

„ÄrzteTag“-Podcast

„Wir verlangen Digitalisierung mit Gehirnschmalz!“ (Streitgespräch Teil 1)

Thorsten Kaatze, kaufmännischer Direktor am Uniklinikum Essen

„ÄrzteTag“-Podcast

Ein „Kochrezept“ für die Digitalisierung einer Uniklinik

Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Nachmittags: das schnelle Telegramm. Am Morgen: Ihr individuell zusammengestellter Themenmix.

Newsletter bestellen »

Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte, Medizinstudenten, MFA und weitere Personengruppen viele Vorteile.

Die Anmeldung ist mit wenigen Klicks erledigt.

Jetzt anmelden / registrieren »

Top-Meldungen
Diskutierten live: Kongresspräsident Prof. Karl Max Einhäupl (v.l.), Ethikratchefin Prof. Alena Buyx und Virologe Prof. Christian Drosten. EU-Kommissionspräsidenten Ursula von der Leyen hatte einen Videogruß geschickt.

Hauptstadtkongress eröffnet

Die Lehren aus der Corona-Pandemie

Mit dem Herz bei der Arbeit: Einige Mitarbeiter im Gesundheitsbereich stellt ihre Tätigkeit zufrieden, obwohl das Einkommen nicht sonderlich hoch ist.

Gehaltsreport

Wie viel Mitarbeiter im Gesundheitssektor verdienen