Direkt zum Inhaltsbereich

Heil- und Hilfsmittel

Kabinett beschließt neues Gesetz

Veröffentlicht:

BERLIN. Das Bundeskabinett hat am Mittwoch den Entwurf des Heil- und Hilfsmittelversorgungsgesetzes (HHVG) beschlossen. Dieses zielt unter anderem auf eine Qualitätssteigerung bei Hilfsmitteln wie Windeln, Hörgeräten oder Rollstühlen ab. Der GKV-Spitzenverband wird dazu verpflichtet, bis 31. Dezember 2018 das Hilfsmittelverzeichnis grundlegend zu aktualisieren (die "Ärzte Zeitung" berichtete). Zudem soll Therapeuten etwa bei Krankengymnastik oder der Behandlung von Sprech- und Sprachstörungen mehr Verantwortung übertragen werden.

Die Regelungen des HHVG sollen überwiegend im März 2017 in Kraft treten. Es bedarf nicht der Zustimmung des Bundesrates.

Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) sagte, dass mit dem Gesetz Maßnahmen zur besseren Qualität und Transparenz mit einer Aufwertung von Physiotherapeuten, Ergotherapeuten und Logopäden verbunden würden. Angesichts der steigenden Zahl älterer und multimorbider Patienten müsse stärker auf Prävention und Rehabilitation gesetzt werden.

Der Verband der Ersatzkassen (vdek) kritisierte in einer ersten Reaktion jedoch enthaltene "Kostenrisiken" durch Blanko-Rezepte, die Ärzte etwa für Physio- oder Ergotherapie ausstellen sollen und bei denen der Therapeut über Art und Umfang der Behandlung entscheidet. "Es fehlen klare, rechtssichere Regelungen, wer die (...) Ausgabenentwicklung steuern und auf die Einhaltung des Wirtschaftlichkeitsgebots achten soll", bemängelte vdek-Vorstandsvorsitzende Ulrike Elsner.

Das Kabinett hat am Mittwoch außerdem entschieden, dass Mütter bei Zweifeln an einer Vaterschaft - wie berichtet - künftig zur Auskunft über den leiblichen Vater verpflichtet werden. Damit soll die Rückforderung von Unterhaltskosten durch den sogenannten Scheinvater erleichtert werden. (jk)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
Jugendliche die schon früh, ohne Eltern in die Sprechstunde kommen, werden selbstständiger.

© Racle Fotodesign / stock.adobe.com

Typ-1-Diabetes bei Kindern und Jugendlichen

Wie gelingt der Übergang vom Pädiater in die Erwachsenenmedizin?

Frauen erhalten eine andere und meist schlechtere Behandlung als Männer. Sie sind häufiger vom Medical Gaslighting betroffen, insbesondere in der Kardiologie.

© NPS Studio / stock.adobe.com

Hormone, Schwangerschaft, Wechseljahre

Warum ein Diabetes Frauen anders trifft als Männer

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Maquet Otesus OP-Tischsystem

© Getinge Deutschland GmbH

Unternehmen im Fokus

Flexible und ökonomische OP-Tischsysteme

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Getinge Deutschland GmbH, Rastatt
Abb. 1 Beispiel für eine linksventrikuläre Mikroaxialpumpe

© Quelle: Abiomed Europe GmbH, Aachen

Mikroaxialpumpen bei kardiogenem Schock oder Rechtsherzversagen

Kreislauf unterstützen und Ventrikel entlasten

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Abiomed Europe GmbH, Aachen
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Therapie je nach Risiko

Akute Lungenembolie: Was die optimale Therapie ausmacht

Prävalenz-Vergleich der Kreise

Auffällig hoher Anteil an multimorbiden Menschen in Ostdeutschland

Lesetipps