Mecklenburg-Vorpommern

Kammer kippt Homöopathie aus Weiterbildungsordnung

Mit Mecklenburg-Vorpommern hat sich die siebte Kammer zu dm Schritt entschlossen, die Homöopathie aus der Weiterildungsordnung zu werfen. Doch es gibt auch Körperschaften, die diesen Schritt nicht gehen.

Veröffentlicht:

Rostock. Die Homöopathie ist auch in Mecklenburg-Vorpommern keine anerkannte ärztliche Zusatzweiterbildung mehr. Diese Entscheidung traf die Kammerversammlung der Ärztekammer bei der Verabschiedung der neuen Weiterbildungsordnung.

Damit folgten die Delegierten dem Antrag eines Mitglieds, der in der Homöopathie eine alternative Heilmethode ohne wissenschaftliche Evidenz sieht. „Methodisch hochwertige Studien, die bislang zur Homöopathie gemacht wurden, haben keinen Beleg dafür gefunden, dass sie eine Wirkung hat, die über den Placeboeffekt hinausgeht“, hieß es hierzu in einer Mitteilung der Rostocker Ärztekammer.

Mit vergleichbaren Begründungen hatten sich vorher schon sechs weitere von insgesamt 17 Landesärztekammern zu diesem Schritt entschlossen. Damit werden die alternativen Behandlungsmethoden von der Ärztekammer nicht mehr als Zusatzqualifikation unterstützt. In Thüringen hat die Landesärztekammer sich im März anders entschieden. Dort ist die Homöopathie weiterhin Teil der Weiterbildungsordnung und verbleibe so in ärztlicher Hand, hieß es dazu.

Ärzte können ihren Patienten aber weiterhin homöopathische Anwendungen anbieten. Die neue Weiterbildungsordnung im Nordosten tritt zum 29. Juli in Kraft, wenn die Aufsichtsbehörde ihr zustimmt. (di)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Kolumne aus Berlin

Die Glaskuppel zu Wartezeiten in Arztpraxen: Ultimative Fragen

Kommentare
* Hinweis zu unseren Content-Partnern
Dieser Content Hub enthält Informationen des Unternehmens über eigene Produkte und Leistungen. Die Inhalte werden verantwortlich von den Unternehmen eingestellt und geben deren Meinung über die Eigenschaften der erläuterten Produkte und Services wieder. Für den Inhalt übernehmen die jeweiligen Unternehmen die vollständige Verantwortung.
Sonderberichte zum Thema
Mehr als ein oberflächlicher Eingriff: Die Krankenhausreform verändert auch an der Schnittstelle ambulant-stationär eine ganze Menge.

© Tobilander / stock.adobe.com

Folgen der Krankenhausreform für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte

Die Klinikreform bringt Bewegung an der Schnittstelle zwischen Praxen und Krankenhäusern

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: der Deutschen Apotheker- und Ärztbank (apoBank)
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Ergänzung zu Antibiotika?

Mit intravaginaler Ascorbinsäure gegen bakterielle Vaginose

Review

RAS-Blocker präoperativ eher nicht absetzen?

Lesetipps
Ein Mann schwimmt in einem Schwimmbecken.

© TeamDF / stock.adobe.com

Umbrella-Review

Welcher Sport bei Depression und Angststörung am besten hilft