Kommentar

Kampf um Erhalt der Autonomie

Christiane BadenbergVon Christiane Badenberg Veröffentlicht:

Warum beharrt die Vereinigung kommunaler Arbeitgeber (VKA) darauf, keinen Tarifvertrag mit dem Marburger Bund abzuschließen, der über dem des öffentlichen Dienstes liegt? Sind es vielleicht noch stärker ideologische als ökonomische Gründe, die den VKA dazu treiben? Ganz abwegig ist diese auf der Hauptversammlung des Marburger Bundes mehrfach geäußerte Vermutung nicht. Denn wie lange musste der Verband vor wenigen Jahren kämpfen, um die ersten arztspezifischen Tarifverträge durchzusetzen, die immer noch nicht an allen Kliniken selbstverständlich sind.

Würde der MB einknicken und einen Tarifvertrag auf Basis der von Verdi ausgehandelten Vereinbarung unterzeichnen, wäre er nur noch so gut wie scheinselbstständig und könnte sich gleich wieder in eine Tarifgemeinschaft mit Verdi begeben. Diese war aufgegeben worden, weil die Ärzte ihre Interessen von der Riesengewerkschaft nicht mehr adäquat berücksichtigt sahen. Nichts spricht dafür, dass sich das geändert hätte. Aber 93 Prozent Zustimmung zum Streik und die Rückendeckung der Hauptversammlung für die Führungsspitze des MB zeigen eindeutig, dass die Klinikärzte ihre Autonomie behalten wollen und sicher sind, diesen Arbeitskampf zu gewinnen.

Lesen Sie dazu auch: Der Marburger Bund bleibt ganz klar auf Streikkurs Der Marburger Bund zeigt sich kampfbereit

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Berufspolitik

Abirateron-Regress: Urologen in Nordrhein berichten von bis zu 40.000 Euro

Interview zum Vertragsarztrecht

Regress-Prävention: Wie Ärzte Formfehlern aus dem Weg gehen

Kommentare
* Hinweis zu unseren Content-Partnern
Dieser Content Hub enthält Informationen des Unternehmens über eigene Produkte und Leistungen. Die Inhalte werden verantwortlich von den Unternehmen eingestellt und geben deren Meinung über die Eigenschaften der erläuterten Produkte und Services wieder. Für den Inhalt übernehmen die jeweiligen Unternehmen die vollständige Verantwortung.
Sonderberichte zum Thema
Mehr als ein oberflächlicher Eingriff: Die Krankenhausreform verändert auch an der Schnittstelle ambulant-stationär eine ganze Menge.

© Tobilander / stock.adobe.com

Folgen der Krankenhausreform für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte

Die Klinikreform bringt Bewegung an der Schnittstelle zwischen Praxen und Krankenhäusern

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: der Deutschen Apotheker- und Ärztbank (apoBank)
Dr. med. Gerhard M. Sontheimer (ANregiomed, Region Ansbach) und Holger Baumann (Kliniken der Stadt Köln, v.l.) haben in der Praxis gute Erfahrungen mit Systempartnerschaften gemacht.

© Philips

Mehr Spielraum für moderne Prozesse in der Klinik

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Philips GmbH Market DACH, Hamburg
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Neuer GLP-1-Rezeptoragonist

Orforglipron: Bekommt Semaglutid jetzt Konkurrenz?

Lesetipps
Eine Frau streckt ihre Zunge heraus, man sieht ihre Zähne oben.

© vladimirfloyd / stock.adobe.com

Halitosis

Was hinter Mundgeruch stecken kann

Ein Stempel mit der Aufschrift "Regress"

© Gina Sanders / stock.adobe.com |

Interview zum Vertragsarztrecht

Regress-Prävention: Wie Ärzte Formfehlern aus dem Weg gehen