Kommentar – Termin-Schwänzer

Keine Schreckensszenarien!

Wolfgang van den BerghVon Wolfgang van den Bergh Veröffentlicht:

Es liegt ein paar Jahre zurück, dass sich ein Deutscher Ärztetag mit dem Thema Termin-Schwänzer beschäftigt hat. 2014 forderten die Delegierten in Düsseldorf, im Falle der „Regelung einer Vier-Wochen-Frist für Facharzttermine auch eine Ausfallentschädigung für von Patienten nicht wahrgenommene Termine zu implementieren“. Wir kennen den Ausgang: Aus der Strafzahlung wurde nichts.

Zugegeben, die Terminservicestellen werden künftig minutiös alles festhalten, ob und wann Termine vermittelt, wahrgenommen, abgesagt oder geschwänzt worden sind. Die Forderung nach einer Strafzahlung und einer Sperre für Patienten, die einen Termin unentschuldigt verpassen, hat der NAV-Virchowbund bereits vor zwei Monaten erhoben. Die KBV schließt sich in einem aktuellen Interview den Forderungen an, räumt aber ein, dass das Problem möglicherweise gar nicht so groß ist.

Also, bitte keine Schreckensszenarien an die Wand malen. Die aktuelle Erfahrung zeigt: Kommt es zum juristischen Streit, stellen Richter solche Verfahren oft wegen Geringfügigkeit ein.

Lesen Sie dazu auch: Terminservicestellen: KBV fordert Sperren für schwänzende Patienten

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Mehr als ein oberflächlicher Eingriff: Die Krankenhausreform verändert auch an der Schnittstelle ambulant-stationär eine ganze Menge.

© Tobilander / stock.adobe.com

Folgen der Krankenhausreform für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte

Die Klinikreform bringt Bewegung an der Schnittstelle zwischen Praxen und Krankenhäusern

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: der Deutschen Apotheker- und Ärztbank (apoBank)

Übersicht

Eine Agenda für Seltene Erkrankungen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Verband forschender Pharma-Unternehmen (vfa)
Shared Decision Making ist gerade bei der Diagnostik und Therapie seltener Erkrankungen ein wichtiges Versorgungsprinzip. (Symbolbild mit Fotomodellen)

© Pixel-Shot / stock.adobe.com

Seltene Erkrankungen

Was auch Patienten tun können

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Verband forschender Pharma-Unternehmen (vfa)
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Metabolomics

Asthma: Künftig Bluttest zur Vorhersage von Exazerbationen?

Ein kleiner Stups

Mit Nudging-Interventionen die Grippe-Impfrate steigern

Lesetipps
Arzt-Patient-Kontakt

© Robert Kneschke / stock.adobe.com

Depression, Angst, Schmerzen

Was zeichnet „schwierige“ Patientinnen und Patienten aus?

Für Flächen- und Handdesinfektion sollten nur Mittel eingesetzt werden, die beim Verbund für angewandte Hygiene e.V. (VAH) gelistet sind.

© www.freund-foto.de / stockadobe.com (mit KI generiert)

Team- und Patientenschutz

Hygieneplan für die Praxis – was zählt!

Frauen mit Hanteln beim Training

© Racle Fotodesign / stock.adobe.com

Medizinische Rehabilitation

Wie Ärzte beim beim Reha-Antrag unterstützen können