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Nordrhein-Westfalen

Klinikreform: Kammern zeigen Flagge

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KÖLN. In Nordrhein-Westfalen wollen sich die beiden Ärztekammern aktiv in die Vorbereitung einer Krankenhausreform einmischen.

Die Ärztekammer Nordrhein und die Ärztekammer Westfalen-Lippe (ÄKWL) haben eine Ad-hoc-Arbeitsgruppe gegründet, die sich in die Debatte über die Eckpunkte der Bund-Länder-Kommission zur Reform einbringen soll.

Die deutschen Gesundheitspolitiker lebten nach wie vor in der Vorstellung, dass Krankenhäuser reihenweise abgebaut werden müssten, sagte ÄKWL-Präsident Dr. Theodor Windhorst bei der Kammerversammlung.

"Dieser Sicht müssen wir im Sinne einer guten stationären Patientenversorgung laut widersprechen."

Windhorst warnte davor, Krankenhausplanung isoliert zu betrachten und die stationäre und ambulante Versorgung gegeneinander auszuspielen.

"Was wir vielmehr brauchen, ist eine strategische und sektorenübergreifende Planung, die ambulant und stationär zusammenbringt", sagte er.

Zumindest bei der nordrhein-westfälischen Gesundheitsministerin Barbara Steffens (Grüne), die Mitglied der Bund-Länder-Kommission ist, rennt Windhorst damit offene Türen ein.

Steffens fordert seit Längerem, dass die Länder die Möglichkeit erhalten, sektorübergreifend zu planen, konnte sich damit aber bislang nicht durchsetzen.

Der ÄKWL-Präsident sieht auch die Pläne der Bund-Länder-Kommission kritisch, den Aufgabenkatalog des Gemeinsamen Bundesausschusses (GBA) auszuweiten.

Das Gremium sei nicht gerade für seine flinke Arbeitsweise berühmt. Zudem gelte der GBA manchen als "Blackbox". "Dabei braucht gerade die Reform der Krankenhausversorgung Transparenz", betonte Windhorst. (iss)

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