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Gesetzliche Krankenversicherung

Knappschaft im Vorjahr mit fast 100 Millionen Euro Defizit

Der Fehlbetrag in der Gesetzlichen Krankenversicherung addiert sich 2024 auf rund 6,15 Milliarden Euro. In der Knappschaft haben die Leistungsausgaben im Vorjahr zweistellig zugelegt.

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Die Gesetzliche Krankenversicherung verzeichnet im vergangenen Jahr ein Defizit von rund 6,15 Milliarden Euro.

Die Gesetzliche Krankenversicherung verzeichnet im vergangenen Jahr ein Defizit von rund 6,15 Milliarden Euro.

© Coloures-Pic - stock.adobe.com

Bochum/Berlin. Die Knappschaft hat im vergangenen Jahr ein Minus von 98,6 Millionen Euro erwirtschaftet. Das hat die Kasse mit etwa 1,3 Millionen Versicherten am Freitag mitgeteilt. Damit wird das Gesamtdefizit der Gesetzlichen Krankenversicherung im Vorjahr bei rund 6,15 Milliarden Euro liegen (2023: 1,9 Milliarden Euro). Wie bei mehreren anderen Kassenarten hat sich das Defizit der Knappschaft im letzten Quartal nahezu verdoppelt – nach drei Quartalen stand noch ein Ausgabenüberschuss von 52 Millionen Euro in der Bilanz.

Bei der Knappschaft sind die Ausgaben je Versicherten insgesamt um fast 10,5 Prozent gestiegen. Besonders hoch fallen die Steigerungsraten je Versicherten bei Arzneimitteln (13,9 Prozent), Behandlungspflege/Häusliche Krankenpflege (17,6 Prozent) und bei Fahrtkosten (11,5 Prozent) aus. Bei den Ärztehonoraren beträgt der Anstieg je Versicherten 6,3 Prozent. Anfang des Jahres musste die Knappschaft ihren Zusatzbeitrag auf den – vorläufigen – Rekordwert von 4,4 Prozent anheben.

In absoluten Zahlen fällt das Minus bei den Ersatzkassen mit knapp 2,5 Milliarden Euro am höchsten aus. Es folgen die AOK-Familie (minus 1,5 Milliarden Euro), die Betriebskrankenkassen (minus 1,4 Milliarden Euro) und die Innungskrankenkassen (minus 662 Millionen Euro).

Das Rekorddefizit der GKV hat ein breites Echo gefunden. So zeigte sich DAK-Vorstandschef Andreas Storm besorgt, angesichts der äußerst geringen Rücklagen vieler Kassen könne es in einem Domino-Effekt zur Zahlungsunfähigkeit eines großen Teils der Krankenkassen kommen. (fst)

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