Direkt zum Inhaltsbereich

Köhler rechnet mit Honorarplus für Ärzte im nächsten Jahr

BERLIN (hom). Trotz des Rekorddefizits der gesetzlichen Krankenkassen im kommenden Jahr beharrt die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) auf ihrer Forderung nach einem Honorarzuwachs für die rund 140 000 Vertragsärzte in Deutschland.

Veröffentlicht:
Doch keine Nullrunde für Ärzte?

Doch keine Nullrunde für Ärzte?

© Udo Kroener / fotolia.com

In den bevorstehenden Verhandlungen im Bewertungsausschuss aus Ärzten und Kassen gehe es aus Sicht der KBV "ausschließlich" um die Frage, "ob und in welchem Umfang" es Zuwächse beim Honorar gebe, sagte KBV-Chef Dr. Andreas Köhler am Montag in Berlin. Seines Wissensstands nach plane die Koalition keine Nullrunde für die Ärzte. "Wir gehen nach wie vor davon aus, dass es nur Zuwachsbegrenzungen geben wird."

Köhler verwies in diesem Zusammenhang auf ein Sparpapier der Unionsfraktion (wir berichteten). Danach soll der vom Bewertungsausschuss festzulegende Anstieg bei der Honorarsumme 2011 auf 50 Prozent begrenzt werden. Auf diese Weise sollen rund 500 Millionen Euro eingespart werden.

Einsparungen im Gesundheitswesen dürften aber nicht allein auf das "Kollektivvertragssystem abgewälzt" werden, so Köhler. Auch Kliniken, Apotheken oder Hausarztverträge müssten ins Visier genommen werden. Köhler schlug zudem eine Neuregelung der Praxisgebühr vor. Diese müsse von derzeit zehn auf fünf Euro gesenkt, dafür aber bei jedem Arztbesuch fällig werden. Köhler begründete dies mit der hohen Zahl an Arztbesuchen. Mit im Schnitt 18 Arztkontakten jährlich seien Deutschlands Patienten international Spitzenreiter.

Lesen Sie dazu auch: Honorarpolitik bleibt weiter eine Baustelle

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Symposiums v.l.n.r.: Professor Karl Broich (BfArM), Dr. Jürgen Malzahn (AOK-Bundesverband), Dr. Christine Mundlos (ACHSE e.V.), Hauke Gerlof (Ärzte Zeitung), Dr. Johanna Callhoff (DRFZ), Professor Christoph Schöbel (Ruhrlandklinik, Universitätsmedizin Essen), Privatdozent Dr. Christoph Kowalski (Deutsche Krebsgesellschaft), Dr. Peter Kaskel (Idorsia)

© Thomas Kierok

ICD-11: Die Zeit ist reif für die Implementierung

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Idorsia Pharmaceuticals Germany GmbH, München
Abb. 1: Bei erfolgreich therapierter Sialorrhö ist Teilhabe wieder leichter möglich

© Olesia Bilkei / stock.adobe.com [Symbolbild]

Glycopyrroniumbromid bei schwerer Sialorrhö

Wirtschaftliche Verordnung durch bundesweite Praxisbesonderheit

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Proveca GmbH, Düsseldorf
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Vielfalt der Musikermedizin

Ihr Patient ist Musiker? Was dann relevant werden könnte

Lesetipps
Patient vor der CT-Untersuchung der Lunge.

© jovannig / stock.adobe.com

Telemedizin für Prävention

Lungenkrebs-Screening: Das Münsterland zeigt, wie es funktionieren kann

Frau sitzt nachts auf ihrem Bett und schaut ins Licht ihrer Nachttischlampe.

© stokkete / stock.adobe.com

Von unten nach oben

Stufenschema bei Insomnie: So bei Schlafstörungen therapieren