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Kommentar

Langer Atem gegen den Krebs

Das geplante Krebspräventionszentrum in Heidelberg rückt die Früherkennung als Mittel gegen die Welle von Krebserkrankungen in den Vordergrund.

Hauke GerlofVon Hauke Gerlof Veröffentlicht:

Wer Prävention voranbringen will, braucht einen langen Atem. Die Pläne der Bundesminister Anja Karliczek (Forschung) und Jens Spahn (Gesundheit) für ein Krebspräventionszentrum in Heidelberg sind auf viele Jahre angelegt. Die Politik zeigt damit, wie ernst es ihr mit diesem Thema ist.

Die Anfang des Jahres ausgerufene „Nationale Dekade gegen Krebs“ ist mehr als eine Worthülse, den Worten folgen jetzt auch Taten. Krebshilfe und Deutsches Krebsforschungszentrum sollen für das Zentrum gemeinsame Sache machen. Vor allem die Früherkennung, insbesondere über genetische Marker, soll forciert werden.

Vorab wurde das Zentrum vom DKFZ-Chef Michael Baumann bereits als „Pioniereinrichtung für die Welt“ bezeichnet. Doch von Vorschusslorbeeren kann sich niemand etwas kaufen.

Wie schwer es ist, Forschung auf höchstem Niveau umzusetzen in wirksame Programme, zeigt die Entwicklung bei der Darmkrebsprävention. Doch sie zeigt auch: Die Mühe lohnt sich, auch wenn die Früchte der Präventionsarbeit meist erst viele Jahre später geerntet werden können.

Lesen Sie dazu auch: Nationales Krebsforschungszentrum: Präventionsforschung soll Krebswelle eindämmen helfen

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