Kommentar zu Corona-Impfungen im UK

Medaille für Hausärzte statt anschwärzen

Egal, warum es mit den Auffrischimpfungen in Großbritannien nur schleppend vorangeht – Hausärzte haben eine Medaille verdient!

Von Arndt StrieglerArndt Striegler Veröffentlicht:

In Großbritannien läuft es nicht mehr rund mit den Massenimpfungen gegen COVID-19. Nachdem das Königreich lange Zeit als Vorbild beim Impfen galt, kommt die Kampagne mehr und mehr ins Stottern. Die Zahl der täglichen Erst- und Zweitdosen sinkt und liegt teils nur noch im unteren sechsstelligen Bereich. Und die Auffrischungsimpfungen, die für immungeschwächte und andere Risikopatienten längst hätten starten sollen, lassen auf sich warten.

Warum? Unklar. Was allerdings sonnenklar ist: An den britischen Hausärzten liegt es nicht! Die haben seit dem Frühjahr wahre Heldentaten vollbracht! Zusätzlich zum normalen Praxisbetrieb impften die Primärärzte im Königreich Millionen Patienten. Praxen waren oft 18 Stunden pro Tag und an Wochenenden geöffnet. Mediziner arbeiteten 70 Stunden pro Woche, nur um Patienten vor dem Virus zu schützen. Wenn jetzt die Adressen und Namen von einigen Praxen publiziert werden, die sich angeblich weigerten, Patienten den dritten Pieks zu verabreichen, dann ist das nicht akzeptabel. Es ist ein Schlag unter die Gürtellinie.

Davon ganz abgesehen: Mit dem Finger auf jemanden zeigen, ist selten der richtige Weg. Davon mal ganz abgesehen: Wer auch immer letztlich auf dem Schwarzen Impf-Peter sitzen bleiben wird – die britischen Hausärzte sind es nicht. Sie sind Helden und sie verdienen eine Medaille!

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