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SARS-CoV-2

Wegen Corona-Impfung: Ärzte in Großbritannien am Pranger

Bei den COVID-Auffrischungen geht es im UK nicht voran – obwohl genügend Impfstoff vorhanden ist. Eine Patientenorganisation hat derweil eine pikante Liste veröffentlicht: mit Praxen, die keine dritte Impfung geben.

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Bei den empfohlenen Auffrischimpfungen stockt es in Großbritannien. Woran das liegt, ist bislang unklar.

Bei den empfohlenen Auffrischimpfungen stockt es in Großbritannien. Woran das liegt, ist bislang unklar.

© Bernd Weißbrod / dpa

London. Britische Ärzte schlagen Alarm, weil es offenbar „große Probleme“ bei der weiteren Immunisierung besonders anfälliger Patienten gegen COVID-19 gibt. Eigentlich sollte damit in Form eines dritten Booster-Pieks längst begonnen werden.

Diverse Mediziner und Patientenorganisationen wie Kidney Care UK und Blood Cancer UK sagen, dass „zehntausende Patienten“, die eigentlich bereits ihre Auffrischungsimpfung hätten erhalten sollten, nach wie vor darauf warten. Es ist unklar, was das Problem ist. Denn genug Impfstoff scheint im staatlichen britischen Gesundheitsdienst (National Health Service, NHS) derzeit vorhanden zu sein.

Patientenorganisation stellt Hausärzte an den Pranger

Die Impfkommission hatte bereits Anfang September empfohlen, dass Patienten mit schwachem Immunsystem und bestimmen Vorerkrankungen, die besonderen Schutz brauchen – geschätzt sind das immerhin rund 500 .000 Patienten – „bis Ende Oktober kontaktiert und möglichst gleich immunisiert“ werden.
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Es stellt sich aber heraus, dass bislang nur vereinzelt mit der großen Impf-Auffrischungskampagne begonnen wurde. Die Organisation Kidney Care UK unternahm außerdem den ungewöhnlichen und höchst kontroversen Schritt, Namen und Adressen von rund 80 NHS-Hausarztpraxen zu publizieren, die sich weigerten, Patienten eine Auffrischungsimpfung zu verabreichen. Ärztevertreter kritisierten die Veröffentlichung der Praxisdaten scharf.

Inzidenz extrem hoch

Im Königreich sind sowohl die Zahl der täglich gemeldeten Neuinfektionen mit COVID-19 als auch die 7-Tage-Inzidenz im Vergleich zu Deutschland und vielen anderen westeuropäischen Ländern extrem hoch. Täglich gibt es derzeit rund 30 .000 neue Infektionen und die 7-Tage-Inzidenz liegt landesweit konstant bei über 300 Fällen pro 100 .000 Einwohnern. (ast)

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