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Hoffnung auf Ersatz in ein paar Jahren

Merck: „Wir wollen keine Tierversuche mehr machen“

Langfristig will das Pharmaunternehmen Merck Darmstadt auf Tierversuche verzichten und alternative Verfahren einsetzen. Das bekräftigte Konzernchefin Belén Garijo.

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Darmstadt. Die Chefin des Darmstädter Dax-Konzerns Merck, Belén Garijo, will die Zahl der Tierversuche zur Entwicklung und Produktsicherung von Arzneien und Chemikalien in den kommenden Jahren deutlich senken. „Wir wollen keine Tierversuche mehr machen", sagte sie im Gespräch mit der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" laut Vorabmeldung.

Merck hat im vergangenen Jahr nach eigenen Angaben knapp 150.000 Tiere für Versuche benutzt, überwiegend Ratten und Mäuse, hieß es in dem Bericht. Die Zahl sei in den fünf vergangenen Jahren um 17 Prozent gesunken, sagte Garijo. Alternative Methoden, etwa Versuche an Zellkulturen im Labor, könnten ähnlich verlässliche Daten zur Produktsicherheit liefern wie Tierversuche. Nun gelte es, auch die Aufsichtsbehörden davon zu überzeugen.

Garijo sagte, in der Arzneimittelentwicklung seien die neuen Technologien zum Ersatz von Tierversuchen noch nicht so ausgereift, dass sie sofort zum Einsatz kommen könnten. Es sei aber nur eine Frage der Zeit, bis es so weit sein werde - dann könnten alternative Methoden sogar genauere Vorhersagen zur Wirksamkeit von Medikamenten ermöglichen als Tierversuche. „Ich wage eine persönliche Spekulation: Es wird dabei nicht mehr um Jahrzehnte, sondern nur noch um Jahre gehen." (dpa)

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