Berufspolitik

Merkels Schützenhilfe für Hebammen

Seit Wochen streiten sich Hebammen und Kassen über die stark steigenden Berufshaftpflichtprämien. Jetzt erhalten die Hebammen Unterstützung von der "Mutter der Nation": Bundeskanzlerin Merkel hat ihre Hilfe angeboten.

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Bundeskanzlerin Merkel hat den Hebammen neue Gespräche in Aussicht gestellt.

Bundeskanzlerin Merkel hat den Hebammen neue Gespräche in Aussicht gestellt.

© Maurizio Gambarini / dpa

BERLIN (sun). Die Hebammen haben erleichtert auf das Hilfsangebot der Bundeskanzlerin im Streit um die Berufshaftpflicht reagiert.

"Bundeskanzlerin Angela Merkel hat verstanden, dass wir Schützenhilfe brauchen", sagte Nitya Runte vom Verband Hebammen für Deutschland der "Ärzte Zeitung".

Seit Monaten kritisieren die Hebammen ihre niedrigen Löhne sowie die gestiegenen Beiträge der Haftpflichtversicherung. Für die freien Hebammen werde es daher immer schwerer, ihren Beruf noch auszuüben, so Runte.

Bisher konnte im Streit mit den Kassen keine Einigung erzielt werden. Nun sei die Politik gefordert, eine höhere Vergütung per Gesetz durchzusetzen, betonen die Hebammen.

Neue Gespräche noch vor dem September

Merkel hatte dem Berufsstand der Hebammen anlässlich eines Bürgerdialogs noch in diesem Jahr neue Gespräche in Aussicht gestellt. Die Diskussion mit den Kassen solle noch vor September im Kanzleramt fortgesetzt werden, sagte Runte.

Auch Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) solle daran teilnehmen, Merkel selbst werde allerdings nicht dabei sein.

Experten zufolge verdient eine freiberufliche Geburtshelferin 24.000 Euro pro Jahr.

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