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Mutterschaftsvorsorge

Schwangere nutzten Screenings auch während Corona-Pandemie rege

Bis zu 96 Prozent der Schwangeren haben 2020 die Früherkennung verschiedener Krankheiten genutzt, zeigt eine Analyse der KBV. Leicht gestiegen sind die Raten beim Schwangerschaftsdiabetes.

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Berlin. Die Corona-Pandemie hat nicht dafür gesorgt, dass Schwangere Screeningangebote vernachlässigen.

Zwischen 85 und 96 Prozent der schwangeren Frauen haben die in den Mutterschafts-Richtlinien (Mu-RL) vorgesehenen Früherkennungsuntersuchungen auf Krankheiten im ersten Pandemiejahr 2020 wahrgenommen, so das Ergebnis einer aktuellen KBV-Analyse.

Nach den MU-RL haben Frauen während der Schwangerschaft etwa Anspruch auf ein Screening auf Hepatitis B, Chlamydien, HIV, Syphilis sowie auf Schwangerschaftsdiabetes.

Anteil von Frauen mit Schwangerschaftsdiabetes gestiegen

Der Anteil der mit Hepatitis-B-infizierten Frauen sei in den vergangenen Jahren leicht gesunken, so die KBV. 2020 wurde bei sieben von 10.000 Schwangeren eine noch nicht diagnostizierte Hepatitis-B-Infektion festgestellt.

Auch der Anteil der Schwangeren mit einer Chlamydien-Infektion ist demnach seit 2010 kontinuierlich gesunken. Er lag 2020 bei rund 160 von 10.000 Schwangeren (2010 waren es 270 von 10.000 Schwangeren).

Leicht gestiegen ist hingegen der Anteil der Frauen mit einem Schwangerschaftsdiabetes. Bei 1.630 von 10.000 Schwangeren wurde dieser im ersten Pandemiejahr diagnostiziert (2015 bei 1.290 von 10.000 Schwangeren). (reh)

Für die Analyse hat die KBV die Screening-Daten aller gesetzlich versicherten Schwangeren von 2010 bis 2020 ausgewertet.

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