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Landeskrebsregister

NRW führt Datenbestände zusammen

Veröffentlicht:

KÖLN. In Nordrhein-Westfalen hat das Landeskrebsregister den Betrieb aufgenommen. In ihm werden das frühere epidemiologische Register mit einem Datenbestand aus über acht Millionen Meldungen und die klinische Krebsregistrierung zusammengeführt. "Während der Aufbauphase des neuen Landeskrebsregisters NRW wird ein besonderes Augenmerk darauf liegen, Meldungslücken zu vermeiden", sagt Geschäftsführer Dr. Oliver Heidinger.

Die neue Einrichtung bietet aus seiner Sicht ein innovatives Instrument zur Krebsbekämpfung. "Mit unseren Daten schaffen wir eine effiziente Grundlage für eine aussagekräftige onkologische Qualitätsberichterstattung für Leistungserbringer, Entscheidungsträger, Patienten." Langfristige Ziele seien die höhere Überlebenswahrscheinlichkeit nach einer Tumordiagnose und eine bessere Lebensqualität.

Das Landeskrebsregister könne über unabhängige Anwendungsbeobachtungen - vor allem neuer onkologischer Therapien - wichtige Informationen für die Sicherheit der Patienten liefern, sagt Heidinger. Die sektorübergreifende Erfassung und Meldung der Daten ermöglichten die Beurteilung der Behandlungsqualität und eine onkologische Qualitätssicherung.

Das Krebsfrüherkennungs- und -registergesetz von April 2013 sieht vor, dass die Länder flächendeckende klinische Krebsregister einrichten sollen. Die Aufbaukosten werden ganz überwiegend von der Deutschen Krebshilfe finanziert, die laufenden Kosten tragen zu rund 90 Prozent die Kassen. (iss)

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