Hausärzteverband

Neustart für IV-Verträge

Pflege, Rheuma, Diabetes: Mit diesen ersten Indikationen hat der Hausärzteverband mit seiner Tochter Pro Versorgung ein neuartiges Konzept der Integrationsversorgung entwickelt.

Veröffentlicht: 28.08.2012, 17:39 Uhr
Neustart für IV-Verträge

Rheuma ist eine jene Indikationen, für die der Hausärzteverband eine interdisziplinäre Integrationsversorgung anstrebt.

© Ron Chapple Stock / fotolia.com

KÖLN (HL/vdb). Der Deutsche Hausärzteverband hat eine neue Generation eines Vertragskonzepts zur Integrationsversorgung entwickelt und steht jetzt in den Startlöchern für Verhandlungen mit Krankenkassen.

Eine erste strategische Partnerschaft wurde zwischen der Verbandstochter Pro Versorgung AG und der AXA Krankenversicherung AG vereinbart.

Mit dem Auslaufen der Anschubfinanzierung der Integrationsversorgung nach Paragraf 140 a ff. SGB V Ende 2008 fristet diese innovative Organisationsform im Gesundheitswesen eher ein Schattendasein.

Eine große Hürde ist dabei bislang der hohe Aufwand bei Management und Administration der meist kleinteiligen IV-Verträge.

Facharztversorgung weiterentwickeln

Auf der Basis seiner Erfahrungen mit der Administration von Hausarztverträgen - deren Abrechnung, Daten-Management und Systemen der Qualitätssicherung - hat die Pro Versorgung AG für die Indikationen Pflege, Rheuma und Diabetes mellitus Konzepte entwickelt, die eine interdisziplinäre, sektorenübergreifende Versorgung durch Haus- und Fachärzte sowie durch Pflegedienste und Pflegeheime ermöglichen.

Auch Krankenhäuser sollen dabei eingebunden werden. Berufsverbände der betroffenen Fachärzte und ihrer wissenschaftlichen Fachgesellschaften sind daran beteiligt.

Dazu Eberhard Mehl, Hauptgeschäftsführer des Hausärzteverbandes zur "Ärzte Zeitung": "Unser primäres Ziel ist es, nicht nur die hausärztliche Versorgung weiterzuentwickeln, sondern auch die fachärztliche Versorgung - etwa in der Rheumatologie und der Diabetologie."

Darüber hinaus soll die Zusammenarbeit in der Pflege vorwärts gebracht werden. Hier hatten der Hausärzteverband und der Berufsverband privater Anbieter sozialer Dienste (bpa) vereinbart, Verträge für Versorgungslandschaften zu entwickeln.

Daraus sollen integrierte Angebote für Krankenkassen entwickelt werden, die 2013 realisiert werden könnten.

Mehr zum Thema

Steigende Zuzahlungen

Grüne und Linke drängen auf Finanzreform bei Pflege

BKK-Verband

Klare Linie bei Klinikförderung gefordert

Pflegebedürftige

Eigenanteile für Pflege im Heim steigen weiter

Das könnte Sie auch interessieren
Umstellung auf GLP-1-RA – Welche Rolle spielt der Hausarzt?

Erfahrungen aus der Praxis

Umstellung auf GLP-1-RA – Welche Rolle spielt der Hausarzt?

Anzeige | Lilly Deutschland GmbH
Was kann ein GLP-1-RA?

Start in die Injektionstherapie

Was kann ein GLP-1-RA?

Anzeige | Lilly Deutschland GmbH
Studienlage im Überblick

GLP-1-RA für Erstverordner

Studienlage im Überblick

Anzeige | Lilly Deutschland GmbH
Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Newsletter bestellen »

Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte, Medizinstudenten, MFA und weitere Personengruppen viele Vorteile.

Die Anmeldung ist mit wenigen Klicks erledigt.

Jetzt anmelden / registrieren »

Top-Meldungen
Spahn will Heilkunde für Notfallsanitäter – und MTA-Gesetz reformieren

Exklusiv Gesetzentwurf

Spahn will Heilkunde für Notfallsanitäter – und MTA-Gesetz reformieren

Diese Website verwendet Cookies. Weitere Informationen zu Cookies und und insbesondere dazu, wie Sie deren Verwendung widersprechen können, finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen.  Verstanden