Kommentar

Notruf für den Notfalldienst

Wolfgang van den BerghVon Wolfgang van den Bergh Veröffentlicht:

Eigentlich hatte die neue alte große Koalition darauf gesetzt, die Reform der Notfallversorgung zügig zu beschließen. Im Koalitionsvertrag heißt es dazu: KVen und Landeskrankenhausgesellschaften stellen in gemeinsamer Finanzverantwortung die Notfallversorgung sicher. Notfallleitstellen und integrierte Notfallzentren sollen aufgebaut werden.

Das alles sollte geschehen im Vertrauen darauf, dass der Gemeinsame Bundesausschuss mit seinem Stufenkonzept den Gordischen Knoten durchschlägt. Daraus scheint wohl nichts zu werden.

Hintergrund: Nicht jede Klinik wird das Anforderungsprofil erfüllen können, dass der GBA in den vergangenen Monaten erarbeitet hat. Will heißen, sind die Hürden zu hoch, werden Kliniken ihre Notaufnahmen dicht machen.

Bundesärztekammer (BÄK) und Marburger Bund befürchten einschneidende Auswirkungen auf die Versorgung. Eine Folgenabschätzung sei dringend erforderlich. Frage: Warum fällt das jetzt erst auf?

GBA-Chef Hecken kocht vor Wut und vermutet dahinter ein durchsichtiges Zeitspiel. Einen runden Tisch lehnt er kategorisch ab. Im Laufe des Tages hat sich die Tonart zwischen BÄK und GBA verschärft. Zu befürchten ist, eine schnelle Lösung wird es nicht geben. Muss jetzt wieder die Politik ran?

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Kommentare
* Hinweis zu unseren Content-Partnern
Dieser Content Hub enthält Informationen des Unternehmens über eigene Produkte und Leistungen. Die Inhalte werden verantwortlich von den Unternehmen eingestellt und geben deren Meinung über die Eigenschaften der erläuterten Produkte und Services wieder. Für den Inhalt übernehmen die jeweiligen Unternehmen die vollständige Verantwortung.
Sonderberichte zum Thema
Mehr als ein oberflächlicher Eingriff: Die Krankenhausreform verändert auch an der Schnittstelle ambulant-stationär eine ganze Menge.

© Tobilander / stock.adobe.com

Folgen der Krankenhausreform für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte

Die Klinikreform bringt Bewegung an der Schnittstelle zwischen Praxen und Krankenhäusern

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: der Deutschen Apotheker- und Ärztbank (apoBank)
Dr. med. Gerhard M. Sontheimer (ANregiomed, Region Ansbach) und Holger Baumann (Kliniken der Stadt Köln, v.l.) haben in der Praxis gute Erfahrungen mit Systempartnerschaften gemacht.

© Philips

Mehr Spielraum für moderne Prozesse in der Klinik

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Philips GmbH Market DACH, Hamburg
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Gehäufte Infektionen in Südengland

Meningitis B: Das sind Warnzeichen – das ist zu tun

Lesetipps
Eine Ärztin zieht eine Impfung auf, eine ältere Frau sieht sich die Spritze an.

© Angelov / stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodell)

Vergleich der Kreise

Wo sich besonders wenige Senioren gegen Pneumokokken impfen lassen