PKV will Tarif für Nichtzahler

BERLIN (jvb). Notfallversorgung für 100 Euro pro Monat - so könnte ein neuer Tarif für Privatversicherte aussehen, die ihre Beiträge nicht zahlen.

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Dafür hat sich der Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV) bei einem Expertengespräch im Gesundheitsausschuss eingesetzt, heißt es in der Mitteilung des Bundestages.

Man habe die Details aus den Medien erfahren und könne sie weder bestätigen noch dementieren, sagte dazu ein Verbandssprecher der "Ärzte Zeitung". Die 144.000 Nichtzahler in der PKV haben 550 Millionen Euro Rückstände angehäuft.

Aufgrund der seit 2008 geltenden Versicherungspflicht können Nichtzahler nur noch in den Basistarif abgestuft werden. Die Verbraucherzentrale Bundesverband hält einen Nichtzahlertarif grundsätzlich für sinnvoll.

Entschuldung nach Wohlverhaltensphase

Das Überschuldungsproblem bei den Betroffenen lasse sich damit aber nicht lösen. Der Verband plädierte dafür, den Betroffenen nach einer "Wohlverhaltensphase" eine Entschuldung zu ermöglichen.

Unklar ist bisher, welche Leistungen der Nichtzahlertarif umfassen soll. Möglich sei es, sich am Versorgungsniveau im Asylbewerber-Leistungsgesetz zu orientieren, sagte der Verbandssprecher.

Im Einzelfall komme es auf die medizinische Notwendigkeit an, zum Beispiel bei chronisch kranken Patienten: Damit sie weiter regelmäßig ihre Medikamente erhalten, müssten Ärzte den akuten Notfall in der Verordnung deutlich machen, so der Sprecher.

Derzeit verhandele die PKV unter anderem mit dem Finanz- und Justizministerium über Details eines solchen Tarifs, hieß es.

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