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Phytotherapie, Homöopathie -  Optionen bei Diarrhö

Viele Patienten fragen nach sanften, natürlichen Arzneien. Dafür gibt es gegen akute Diarrhö einige Optionen.

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Wenn nur Laufen hilft: Sanfte Arzneien sind gefragt.

Wenn nur Laufen hilft: Sanfte Arzneien sind gefragt.

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NEU-ISENBURG (ug). Probiotika wie Präparate mit Hefepilzen wie Bierhefe (zum Beispiel Hamadin®) oder Lactobazillen (etwa Lacteol®) sind gut zur Therapie geeignet. Eine Alternative sind Tannin-Eiweiß-Mittel. Tannin ist auch in schwarzem Tee enthalten. Teefasten ist bei akuter Diarrhö denn auch sehr sinnvoll.

Phytotherapeutische Möglichkeiten führt Dr. Markus Wiesenauer in seinem Buch "PhytoPraxis" (Springer 2008) auf. Als Adsorbens kann Medizinische Kohle eingesetzt werden, etwa Kaffeekohle (zum Beispiel Carbo Königsfeld). Bei akuter Diarrhö mit dünnflüssigem bis wässrigem Stuhl rät der Allgemeinmediziner aus Weinstadt zu Eichenrinde (etwa Traxaton). Bei akutem Durchfall mit krampfartigen Bauchschmerzen ist Uzarawurzel Mittel der Wahl. Auf dem Markt sind Dragees, Saft und Tropfen.

In der Praxis bewährt habe sich, vier- bis fünfmal täglich je fünf getrocknete Heidelbeeren zu kauen, so Wiesenauer. Getrocknete Heidelbeeren enthalten Gerbstoffe und wirken adstringierend, antidiarrhoisch, antiseptisch und antiemetisch. Frische Beeren dagegen sollte man bei Diarrhö lieber nicht essen. Sie wirken nämlich laxierend.

Akute Gastroenteritiden sind auch eine Domäne der Homöopathie. Man sollte die Potenz D12 einsetzen und stündlich fünf Globuli verordnen. Bei Besserung der Beschwerden wird die Einnahmefrequenz reduziert. Im Vordergrund steht Arsenicum album (Weißer Arsenik). Typische Symptome sind schwerer Brechdurchfall, Exsikkose und große Schwäche. Das Mittel hilft auch bei Fleisch- und Fischvergiftungen.

Sind die Stühle wässrig-schleimig, klumpig oder blutig, ist Aloe angezeigt. Wenn mit wässrigen Durchfällen auch Unverdautes abgeht und die Patienten einen Widerwillen gegen Eier haben, deutet das auf Ferrum metallicum (Metallisches Eisen) hin. Bei sehr übel riechendem Durchfall am Morgen und wunder, roter Analregion ist Sulfur das Mittel der Wahl.

Das bekannte homöopathische Mittel Okoubaka (Afrikanischer Rindenbaum) ist indiziert, wenn der Brechdurchfall Folge verdorbener Speisen oder eines Klimawechsels ist. Das Mittel hat sich auch bei Reisediarrhö bewährt und wird in der Regel in der Potenz D3 verwendet. Patienten, die an akuter Diarrhö leiden, sollte man auch zu guter Hygiene und zu einer Diät raten. Dabei sollten sie in den ersten Tagen möglichst wenige milchhaltige Nahrungsmittel zu sich nehmen. Sinnvoll ist Salz, etwa in Form von Salzstangen oder gesalzenen klaren Suppen. Bananen und Aprikosen sind besonders kaliumreich. Meist kommt nach wenigen Tagen der Appetit zurück. Dann kann man wieder normal essen.

Lesen Sie dazu auch: Reisediarrhö ist Risiko Nr. 1 Durchfall auf Reisen - davor ist niemand sicher Lesen Sie dazu auch kurz notiert: Nebenwirkungen können Grund für Durchfall sein

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