Berufspolitik

Politiker und Experten verteidigen Wahl des Schweinegrippe-Impfstoffs

NEU-ISENBURG (ikr/bee/ger/dpa). Kurz vor Auslieferung der ersten Impfdosen gegen Schweinegrippe an die Länder ist es noch einmal zu einer Diskussion über den gewählten Impfstoff gekommen. Politiker und Impfexperten aus dem Paul-Ehrlich-Institut haben die Entscheidung für den adjuvantierten Impfstoff von GlaxoSmithKline (GSK) verteidigt.

Veröffentlicht: 14.10.2009, 05:00 Uhr

Der Sprecher der Gesundheitsministerkonferenz (GMK) der Länder, Thomas Schulz, verteidigte im Gespräch mit der "Ärzte Zeitung" die Kaufentscheidung für Pandemrix® von GlaxoSmithKline.

Der Impfstoff Pandemrix® wird je in zwei Fläschchen geliefert: Antigen und Adjuvans werden in der Arztpraxis gemischt.

Der Impfstoff Pandemrix® wird je in zwei Fläschchen geliefert: Antigen und Adjuvans werden in der Arztpraxis gemischt.

© Foto: GSK

Man habe sich in der Runde der Ressortchefs der Länder Gedanken darüber gemacht, wie die Logistik und Produktion für den deutschen Markt am besten funktionieren könne. Auch deshalb habe ein Hersteller den Zuschlag bekommen, der in Deutschland den Impfstoff produziert. GlaxoSmithKline habe der Ministerrunde zugesichert, zu einem frühen Zeitpunkt die Impfstoffe zu liefern. "Wir haben jetzt einen der frühestmöglichen Impfzeitpunkte in der ganzen EU", sagte Schulz der "Ärzte Zeitung".

Wirksamkeit und Verträglichkeit der zugelassenen Impfstoffe seien vergleichbar, sagte Dr. Susanne Stöcker, Sprecherin des Paul-Ehrlich-Instituts der "Ärzte Zeitung". "Alle drei Impfstoffe erfüllen die Kriterien, die Arzneimittelgesetz und europäische Gesetzgebung an einen solchen Impfstoff stellen." Auch Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt betonte die Unbedenklichkeit aller drei zugelassenen Impfstoffe gegen H1N1.

Lesen Sie dazu auch den Hintergrund: Diskussion um Schweinegrippe-Impfstoffe geht weiter

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