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Schleswig-Holstein

Problemfall Rheumatologe für Kinder

Die KV sucht eine Sonderlösung für einen Kinderrheumatologen, der nur Spezialleistungen anbietet.

Veröffentlicht:

BAD SEGEBERG. Die Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein bemüht sich um eine Sonderlösung für einen niedergelassenen Kinderrheumatologen, der ausschließlich Spezialleistungen anbietet.

Der seit Sommer 2014 in Bad Bramstedt niedergelassene Dr. Nikolay Tzaribachev hatte seine Abrechnungsprobleme öffentlich gemacht, weil die KV für das von ihm angebotene spezielle integrative Behandlungskonzept keine Abrechnungsgrundlage sieht.

Tzaribachev praktiziert auf einem pädiatrischen Kassenarztsitz, erbringt aber ausschließlich kinderrheumatologische Leistungen und erfährt großen Zulauf auch von Patienten aus anderen Bundesländern.

Einen vergleichbaren Fall gibt es laut KVSH bundesweit nicht. Die erbrachten Leistungen werden zunächst noch bis Ende des ersten Quartals 2015 über eine Härtefallregelung zu Lasten der Gesamtvergütung honoriert, zugleich ist der Arzt gehalten, seine auch außerhalb des Landes erbrachten Leistungen transparent machen.

Schleswig-Holsteins KV-Chefin Dr. Monika Schliffke stellte in einer Pressekonferenz klar: "Wir sind nicht gegen das Konzept, aber wir brauchen eine gesetzliche Grundlage."

Tzaribachev erbringt nach Darstellung der Kassenärztlichen Vereinigung und der Krankenkassen nun als Kassenarzt die Leistungen, die er zuvor als angestellter Klinikarzt erbracht hat.

Im stationären Bereich ist aber nach Angaben von vdek-Landeschef Armin Tank nicht mit einer Kostenentlastung zu rechnen. Die Beteiligten suchen nach einer Dauerlösung für die kinderrheumatologische Versorgung.

Nach Angaben der KV war der Arzt zu Beginn seiner Niederlassung darauf hingewiesen worden, dass für sein spezielles Konzept keine Abrechnungsgrundlage besteht.

Dass er ausschließlich die Spezialleistungen, keine allgemein-pädiatrischen Leistungen anbieten würde, sei nicht bekannt gewesen. (di)

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