Direkt zum Inhaltsbereich

Bundeshaushalt

Schäuble greift nach den GKV-Reserven

Veröffentlicht:

BERLIN. Die Überschüsse in der GKV sowie in den anderen Zweigen der Sozialversicherung erleichtern es Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble, die Konsolidierung der Staatsfinanzen voranzutreiben. Ziel ist, dass ab 2016 keine neuen Schulden mehr aufgebaut werden.

Bereits im laufenden Jahr wird der Bundeszuschuss an den Gesundheitsfonds von 14 Milliarden Euro um 2,5 Milliarden Euro gekürzt. Auch 2014 soll es eine Kürzung von zwei Milliarden Euro geben.

Erst 2015 steigt der Zuschuss nach aktueller Beschlusslage der Bundesregierung wieder auf 14 Milliarden Euro.

Die Rechtfertigung leitet die Bundesregierung aus steigenden Finanzreserven des GKV-Systems ab. Der Schätzerkreis ging dabei im Oktober von rund 27 Milliarden Euro per Jahresende 2012 aus.

Nach einem Bericht des "Handelsblatts" könnten die Reserven - aufgrund günstigerer Ausgabenentwicklung - jedoch auf bis zu 30 Milliarden Euro gestiegen sein.

Die vorgesehene Kürzung der Zuschüsse aus dem Bundeshaushalt wird von Kassen kritisiert. Die Sozialkassen seien auf eine berechenbare Finanzierung angewiesen, argumentiert die vdek-Vorsitzende Ulrike Elsner.

"Es kann nicht sein, dass der Staat sich aus den Sozialkassen bedient und zugesagte Steuermittel je nach aktueller Haushaltslage zurücknimmt." (HL)

Lesen Sie dazu auch den Kommentar: Kommunizierende Röhren

Schlagworte:
Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Anpassung Schutzimpfungs-Richtlinie

Indikationsunabhängige Corona-Impfung künftig für Kassenpatienten erst ab 75

Gemeinsamer Bundesausschuss

Imlunestrant: Zusatznutzen nicht quantifizierbar

Kommentare
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Ascariasis

Wurm in der Hose: Was tun bei hartnäckigem Spulwurmbefall?

Fehlende Folgediagnosen verfälschen das Bild

Zi: Endometriose wird in Abrechnungsdaten häufig unterschätzt

Lesetipps
Karzinom in der Bauchspeicheldrüse in schematischer Darstellung

© Crystal light / stock.adobe.com

Chance auf frühe Diagnose?

Pankreaskrebs: Welche Verschreibungen Verdacht wecken sollten

Eine Agarplatte mit angewachsenen Pilzkolonien.

© Saiful52 / stock.adobe.com

Prophylaxe, Diagnostik und Therapie

Pilzinfektionen in der Hämatologie/Onkologie: So gehen Sie vor

Körpersprache ist stärker als das gesprochene Wort. Man kann aufgebrachten Patienten daher durchaus auch die Handfläche zeigen, also leicht ausgestreckter Arm, man zeigt die Handfläche und signalisiert dem Patienten „Stopp“, so Praxisberaterin Christiane Fleißner-Mielke.

© Doodeez / Stock.adobe.com

Praktische Tipps

Aufgebrachte Patienten? Wie Praxisteams sicher deeskalieren