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Kommentar – Mangel an Grippe-Impfstoffen

Schwerfälliges System

Hauke GerlofVon Hauke Gerlof Veröffentlicht:

Gibt’s jetzt genug Grippevakzine oder nicht? Die aktuelle Maßnahme von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU), den Versorgungsmangel offiziell zu erklären, scheint darauf hinzudeuten, dass es tatsächlich knapp werden könnte. Fakt ist, dass bislang offenbar vor allem regionale Versorgungsengpässe mit den tetravalenten Impfstoffen zu verzeichnen sind.

Der Wechsel vom 3-valenten auf den 4-valenten Impfstoff hat sich anscheinend bremsend auf den Bestellprozess ausgewirkt. Insgesamt sind im Sommer offenbar weniger Impfdosen produziert worden als 2017, aber immer noch eine Million mehr, als in der vergangenen Saison verimpft wurden. Ob das nach dem extremen Grippewinter reicht oder ob viel mehr Patienten eine Impfung gegen Influenza wünschen, weiß noch niemand.

Wichtig ist zunächst zu klären, wie der Austausch von Impfstoffen zwischen den Regionen – von Arzt zu Arzt? – organisiert werden kann. Als Stichworte seien die einzuhaltende Kühlkette, regionale Impfverträge und die Abrechnung genannt. Das System kann manchmal ganz schön schwerfällig sein – auch dann, wenn es eigentlich schnell gehen müsste.

Lesen Sie dazu auch: Versorgungsmangel: Wie kommen Ärzte an benötigte Grippe-Vakzinen?

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