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Kommentar zur KBV-VV

Sektionierung war gestern

Helmut LaschetVon Helmut Laschet Veröffentlicht:

Seit Regina Feldmann an der Spitze der KBV arbeitet, knirscht es wieder im Vorstand. Und zwar derart heftig, dass die drei Vorsitzenden der Vertreterversammlung das Verhältnis des KBV-Vorstandsvorsitzenden Andreas Köhler und seiner Stellvertreterin Feldmann als zerstritten kritisiert haben.

Und nun die Art der Arbeitsteilung in einer eigenen Vertreterversammlung Anfang November zur Disposition stellen wollen.

Ungeachtet der Frage, ob Frau Feldmann den Anforderungen ihres Amtes gewachsen ist, stellen die Chefs der Vertreterversammlung ein Organisationsprinzip zur Debatte, das seit einiger Zeit überholt ist: die Arbeitsteilung zwischen Köhler und Feldmann nach der Zuständigkeit für Fachärzte und für Hausärzte.

Diese Fraktionierung ist deshalb von gestern, weil keine Gruppe unter den Ärzten politisch derart reüssiert hat wie die Hausärzte. Sie können heute als die am besten umsorgte Berufsgruppe im Medizinbetrieb gelten. Vernachlässigt wurden dagegen manche Facharztgruppen: Nervenärzte und Psychiater oder Augenärzte beispielsweise.

Weil die Honorare vor allem in der Grundversorgung zurückgeblieben sind, wird auf Privatmedizin ausgewichen - der Schimpf von Kassen und Medien ist gewiss.

Vor Ort ist längst erkannt, dass Haus- und Fachärzte nicht im Konflikt miteinander leben, sondern zu Kooperationen finden müssen, um ihre Arbeit bewältigen zu können. Der Berufsgruppenegoismus war zu Zeiten der Ärzteschwemme ein Problem, heute ist er es nicht mehr.

Lesen Sie dazu auch: KBV-VV: Hausarzt-EBM kommt pünktlich

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