Fan-Rückkehr ins Fußballstadion

Spahn: „Entscheidend ist auf dem Platz“

Viele Fußballfans hoffen, dass sie bald wieder in die Bundesliga-Stadien können. Die DFL hat dazu ein Konzept vorgelegt. Gesundheitsminister Spahn sieht noch ein paar offene Fragen.

Veröffentlicht: 06.08.2020, 16:20 Uhr
Die Pappkameraden sollen bald richtigen Fans in den Bundesliga-Stadien weichen. Die DFL hat dazu ein Konzept vorgestellt, das Bundesgesundheitsminister Jens Spahn begrüßt.

Die Pappkameraden sollen bald richtigen Fans in den Bundesliga-Stadien weichen. Die DFL hat dazu ein Konzept vorgestellt, das Bundesgesundheitsminister Jens Spahn begrüßt.

© Federico Gambarini/dpa-Pool/dpa

Berlin. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat das Konzept der Deutschen Fußball Liga (DFL) für eine teilweise Rückkehr der Fans in die Bundesliga-Stadien gelobt. Es handele sich aber nur um ein Papier. „Entscheidend ist auf dem Platz“, sagte Spahn am Donnerstag in Berlin.

Es komme darauf an, was bei der Rückkehr der Fans „gelebte Realität im Stadion ist und – das ist ja die eigentliche Herausforderung – was passiert auf dem Weg ins Stadion und raus aus dem Stadion“, sagte Spahn.

Ausschlaggebend für den Erfolg des Konzepts sei auch die Frage, wie viele Menschen in die Stadien gelassen würden. Es mache „schon einen Unterschied in der An- und Abreise“, ob in einem Stadion wie dem von Borussia Dortmund 5000 oder 30.000 Menschen säßen.

Die DFL müsse ihr Konzept gemeinsam mit den Gesundheitsbehörden vor Ort „auf das jeweilige Stadion“ anpassen.

Tests nicht originär für Fans da

Testkapazitäten dürften auch nicht „originär“ dafür verwendet werden, damit Menschen wieder Fußballspiele in Stadien besuchen könnten, so Spahn. Die Tests würden vor allem zum „Schutz im Gesundheitswesen“ gebraucht und da, „wo es darum geht, Ausbruchs-Cluster nachzuvollziehen – siehe Gütersloh“.

Die DFL hatte am Dienstag ein Konzept vorgelegt, um zumindest einigen Zuschauern die Rückkehr in die Fußballstadien zu ermöglichen. Dazu gehören neben Abstands- und Hygieneregeln auch personalisierte Online-Tickets sowie ein striktes Alkoholverbot. Gästefans sollen nicht zugelassen sein, auch Stehplätze dürfen nicht angeboten werden.

Kommende Woche will sich die Gesundheitsministerkonferenz der Länder mit dem Thema beschäftigen. (hom)

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Kommentare
Veröffentlichte Meinungsäußerungen entsprechen nicht zwangsläufig der Meinung und Haltung der Ärzte Zeitung.
Dr. Gabriele Scherm

Meine Frage an den Gesundheitsminister:

Man kümmert sich um Urlauber und Fußballfans. Was ist eigentlich mit den Pflegekräften, Senioreneinrichtungen, Behinderteneinrichtungen, die keine starke Lobby haben? Wann wird regelmäßig in Schulen und Arztpraxen getestet? Wann kommt eine statistische Basiserhebung über den Anteil der Infizierten, Antikörper-Tests?
Wann kümmert man sich um die Bereiche, die auch alle sich vernünftig verhaltenden Menschen betreffen?


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