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Gesundheitsförderung

Staaten setzen auf mehr Wissen

Ohne Gesundheit keine nachhaltige Entwicklung: Weil sie sich darüber einig sind, haben Politiker in China nun neue globale Vereinbarungen unterzeichnet.

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SCHANGHAI. Gesundheit fördern, Armut bekämpfen: Um diese zwei Ziele voranzubringen, haben internationale Politiker sowie Vertreter der Vereinten Nationen (UN) nun neue globale Vereinbarungen getroffen. Im Mittelpunkt der "Schanghai Deklaration zur Gesundheitsförderung" sowie des "Konsens der Bürgermeister gesunder Städte" steht die Verbindung von Gesundheit und nachhaltiger Entwicklung.

Um diese voranzubringen, soll demnach nicht zuletzt das Gesundheitswissen der Bevölkerung durch nationale, aber auch kommunale Gesetzgebung gefördert werden.

Die zwei Vereinbarungen sind die zentralen Ergebnisse der von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und dem chinesischen Gesundheitsministerium mitorganisierten neunten Globalen Konferenz für Gesundheitsförderung. Zu dieser hatten sich bis Donnerstag mehr als 40 Gesundheitsminister, 100 Bürgermeister und fünf Vorstände von UN-Behörden in Schanghai getroffen.

Laut Angaben der WHO betont die Deklaration die Bedeutung, dass Menschen ihre eigene Gesundheit beurteilen, kontrollieren und beeinflussen können. Dazu soll etwa die "Health Literacy", also das Gesundheitswissen der Bevölkerung, gefördert werden. Die Digitalisierung könne dabei eine bedeutende Rolle spielen, heißt es.

Als Regierungsschritte, die zur Förderung der öffentlichen Gesundheit unternommen werden können, werden steuerliche Maßnahmen auf ungesunde Lebensweisen sowie neue Investitionen in Gesundheit und Prävention genannt. Wichtig sei, dass politische Entscheidungen die Bevölkerung darin unterstützen, einen gesunden Lebensstil aufzunehmen – etwa durch Preisgestaltung von Lebensmitteln, aber auch durch eindeutige Kennzeichnung von Inhaltsstoffen.

WHO-Generaldirektorin Dr. Margaret Chan betonte: "Politische und finanzielle Maßnahmen sind die effektivsten Schritte, die Regierungen – sowohl auf Bundes- als auch auf Kommunalebene – unternehmen können, um Gesundheit zu fördern." Sie nannte als Beispiele Anti-Raucher-Gesetze sowie die umstrittene Zuckersteuer.

Der Konsens der kommunalen Oberhäupter umfasst zehn konkrete Maßnahmen, die die Städte in ihre Pläne zur Umsetzung der UN-Entwicklungsziele 2030 einbetten werden. Dazu zählen Maßnahmen gegen das Rauchen sowie gegen Luftverschmutzung. Zuletzt hatte Peking angekündigt, hier verstärkt vorzugehen (die "Ärzte Zeitung" berichtete).

Die Bürgermeister haben sich darauf verständigt, Gesundheit als zentrale Größe der kommunalpolitischen Schritte zu betrachten. Bereits heute lebt mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung in Städten; 2030 könnten es laut WHO zwei Drittel sein. (jk)

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