Medizin international

Studie: Ärzte für Hälfte der Weltbevölkerung Mangelware

Bei Krankheit einen Arzt aufsuchen zu können - für viele in Deutschland eine Selbstverständlichkeit. In anderen Teilen der Welt ist das ein Luxus. Das zeigen neue Zahlen einer gemeinnützigen Organisation.

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Hannover. Der Hälfte der Weltbevölkerung fehlt es einer Studie zufolge an medizinischer Grundversorgung. Rund vier Milliarden Menschen hätten keinen stabilen Zugang zu medizinischen Fachkräften und entsprechender Infrastruktur, wie die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung am Freitag in Hannover mitteilte. Während in Deutschland auf 10.000 Menschen 88 Mediziner kämen, seien es in Somalia 27.

Die Stiftung beruft sich auf Zahlen des „Population Reference Bureaus“. Diese gemeinnützige Organisation wird von der Weltgesundheitsorganisation und mehreren großen US-Universitäten gefördert. „Die Herausforderungen sind enorm“, erklärte der Geschäftsführer der Stiftung, Jan Kreutzberg. „Insbesondere in den Ländern des Globalen Südens, wo ein massiver Mangel an medizinischen Fachkräften und Infrastruktur herrscht, kämpfen Menschen täglich um den Zugang zu grundlegender Gesundheitsversorgung.“

„Gesundheit ist ein Menschenrecht“

Schon wenig Geld würde die Lage nach Ansicht der Stiftung drastisch verbessern. 320 Millionen US-Dollar jährlich genügten, um Kranke mit dem Wichtigsten zu versorgen. „13 Dollar im Jahr pro Person reichen aus, um deren Gesundheit zu sichern“, so Kreutzberg.

Die Stiftung fordert entsprechend mehr Investitionen in Gesundheit weltweit. „Gesundheit ist ein Menschenrecht. Wir dürfen nicht zulassen, dass Millionen Menschen im Globalen Süden ungleiche Bedingungen hinnehmen müssen.“ Die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung ist eine international tätige Entwicklungshilfeorganisation, die 1981 von den Unternehmern Erhard Schreiber (Kläranlagenproduktion) und Dirk Roßmann (Drogeriekette) gegründet wurde. (KNA)

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