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Fehlzeiten im Job

TK meldet Höchststand bei psychischen Erkrankungen

Veröffentlicht:

Hamburg. Die Fehlzeiten im Job sind nach Angaben der Techniker Kasse 2019 im Vergleich zum Jahr zuvor leicht gesunken. Das ergebe sich aus einer Vorabauswertung von Daten des Gesundheitsreports der Kasse.

Den Krankenstand beziffert die Kasse für 2019 auf durchschnittlich 4,21 Prozent. Das entspreche einem Minus von 0,81 Prozent im Vergleich zu 2018. Umgerechnet auf AU-Tage waren Erwerbspersonen im Vorjahr im Schnitt 15,37 Tage krankgeschrieben (2018: 15,49 Tage).

Ursächlich für den Rückgang sei insbesondere die im vergangenen Jahr schwächer Erkältungswelle. Ursache für lange Fehlzeiten sind hingegen psychische Erkrankungen. Depressionen als AU-Ursache haben 2019 mit 2,89 Tagen pro Kopf nochmals an Bedeutung im Vergleich zu früheren Jahren zugelegt, teilt die Kasse mit (2018: 2,77, 2017: 2,71 Tage).

Erhebliche regionale Unterschiede

Inzwischen seien psychische Erkrankungen ursächlich für rund 19 Prozent aller Fehlzeiten. Dies sei der höchste Wert im Vergleich zu anderen Diagnosen. Wie in den Vorjahren sind hierbei die regionalen Unterschiede beträchtlich.

Baden-Württemberg weist mit im Schnitt 12,6 Fehltagen die geringsten Fehlzeiten auf, gefolgt von Bayern (13,3). Am längsten krank sind im Schnitt Erwerbstätige in Mecklenburg Vorpommern (19,8), Sachsen-Anhalt (19,5) und Brandenburg (19,3 Fehltage).

Die grünen Bundestagsabgeordnete Beate Müller-Gemmeke forderte anlässlich der Zahlen Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD), psychische Belastungen „endlich ernst zu nehmen“.

Der Minister solle das Arbeitsschutzgesetz mit einer Verordnung konkretisieren, die Arbeitgeber sowie Betriebs- und Personalräten ein Werkzeug an die Hand gibt, um „gemeinsam geeignete Lösungen gegen jede Form von Stress zu entwickeln“. (fst)

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