Kommentar – Unfallchirurgie

Training wider den Terror

Von Marco Mrusek Veröffentlicht: 21.05.2017, 14:01 Uhr

Es ist traurig, aber nicht zu ändern – Terroranschläge gehören zu unserer Zeit und sind in vielen Fällen nicht zu verhindern. Kommt es zum Schlimmsten, ist es daher umso wichtiger, bestmöglich auf die Behandlung der Verletzten vorbereitet zu sein.

Wie bei allen Dingen im Leben heißt das: üben, üben, üben. Das medizinische Personal muss sich auf die veränderten Umstände einstellen und Abläufe trainieren können, die ein Massenanfall von Schwerverletzten und deren Behandlung mit sich bringt. Denn was nützt der beste Notfallplan, wenn ihn nicht alle Ärzte verinnerlicht haben?

Doch solche Übungen kosten Geld. Soll auch das Vorgehen im OP geprobt werden, kommt dafür aufgrund des eingeschränkten Klinikbetriebs schnell mal ein sechsstelliger Betrag zusammen, rechnet die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) vor.

So manche Klinik ist finanziell ohnehin schon im roten Bereich. Verlangt man weitere Aufgaben der Gesundheitssicherung von ihnen, dann sollte dem auch das Geld folgen. Soll heißen: Steuergeld. Denn finanzieren muss solche Übungen der Staat. Sitzen die Handgriffe im Notfall, ist allen geholfen. Auch dann, wenn die geübten Abläufe im besten aller Fälle nie zum Einsatz kommen.

Lesen Sie dazu auch: Notfallmedizin: Chirurgen rüsten sich für den Terrorfall

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