Awareness--Kampagne

Transplantierte radeln für Organspende

Mit einer Radtour Organtransplanierter durch den Osten der Republik will der Verein TransDiaSport Deutschland für mehr Spender werben.

Benjamin LassiweVon Benjamin Lassiwe Veröffentlicht:

Potsdam. Mit einer mehr als 500 Kilometer langen Fahrradtour machen rund 30 Empfänger von Spenderorganen in diesen Tagen auf fehlende Organspenden in Deutschland aufmerksam. Die Mitglieder des Vereins „TransDiaSport Deutschland e.V.“ wollen auf der Strecke vom niedersächsischen Helmstedt bis nach Leipzig dafür werben, Spenderausweise auszufüllen. „Jeder von uns weiß: Er wäre nicht mehr da, ohne das Geschenk, das er bekommen hat: Das Organ“, sagt die Vorstandsvorsitzende des Vereins, Gudrun Manuwald-Seemüller, die selbst seit 20 Jahren mit einer transplantierten Leber lebt.

Bergmann-Klinkum: Belegschaft sensibilisiert

Am Dienstag waren die Fahrradfahrer zu Gast beim Potsdamer Ernst-von-Bergmann-Klinikum. Die kommunale Klinik ist beim Thema Organspende hoch engagiert: Sechs bis sieben Spendern pro Jahr werden in Potsdam Organe entnommen. „Damit liegen wir bei den kommunalen Häusern bundesweit in der Spitzengruppe“, sagt der ärztliche Transplantationsbeauftragte des Klinikums, Dr. Dirk Pappert. Dies habe man nur durch eine gründliche Sensibilisierung aller Mitarbeiter der Intensivstation erreichen können. „Bei uns wissen alle über das Thema Organspende Bescheid, und führen rechtzeitig die nötigen Gespräche mit Angehörigen.“

Besuch im politischen Berlin

Am Mittwoch, 5. Juli, wollen die Fahrradfahrer, von denen die meisten über transplantierte Nieren und Lebern und einer sogar über ein Spenderherz verfügen, den Gesundheitsausschuss des Bundestags und das Bundesgesundheitsministerium besuchen, um dort ebenfalls auf ihr Anliegen aufmerksam zu machen. Bundesweit warten mehr als 8.500 Menschen auf ein Spenderorgan. Tag für Tag sterben einige von ihnen, weil sich nicht genügend Spender finden.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Gegen den Organmangel

Transplantationsgesetz: Das ändert die Nieren-Überkreuzspende

Das könnte Sie auch interessieren
Glasglobus und Stethoskop, eingebettet in grünes Laub, als Symbol für Umweltgesundheit und ökologisch-medizinisches Bewusstsein

© AspctStyle / Generiert mit KI / stock.adobe.com

Klimawandel und Gesundheitswesen

Klimaschutz und Gesundheit: Herausforderungen und Lösungen

Kooperation | In Kooperation mit: Frankfurter Forum
Ein MRT verbraucht viel Energie, auch die Datenspeicherung ist energieintensiv.

© Marijan Murat / dpa / picture alliance

Klimawandel und Gesundheitswesen

Forderungen nach Verhaltensänderungen und Verhältnisprävention

Kooperation | In Kooperation mit: Frankfurter Forum
Ein Dialogforum von Fachleuten aus Gesellschaft, Gesundheitspolitik und Wissenschaft

© Frankfurter Forum für gesellschafts- und gesundheitspolitische Grundsatzfragen e. V.

Das Frankfurter Forum stellt sich vor

Ein Dialogforum von Fachleuten aus Gesellschaft, Gesundheitspolitik und Wissenschaft

Kooperation | In Kooperation mit: Frankfurter Forum
Kommentare
* Hinweis zu unseren Content-Partnern
Dieser Content Hub enthält Informationen des Unternehmens über eigene Produkte und Leistungen. Die Inhalte werden verantwortlich von den Unternehmen eingestellt und geben deren Meinung über die Eigenschaften der erläuterten Produkte und Services wieder. Für den Inhalt übernehmen die jeweiligen Unternehmen die vollständige Verantwortung.
Sonderberichte zum Thema
Wissenschaft in Medizin übertragen

© Regeneron

Forschung und Entwicklung

Wissenschaft in Medizin übertragen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Regeneron GmbH, München
Arzneiforschung: Von Innovationen profitieren nicht nur Patienten, sondern immer auch die Gesellschaft als Ganzes.

© HockleyMedia24 / peopleimages.com / stock.adobe.com

Nutzenbewertung

Arznei-Innovationen: Investition mit doppeltem Nutzen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Verband der forschenden Pharma-Unternehmen (vfa)
Patientenzentrierter Ansatz und europäische Produktion

© Springer Medizin Verlag

Unternehmen im Fokus

Patientenzentrierter Ansatz und europäische Produktion

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Advanz Pharma GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Review

RAS-Blocker präoperativ eher nicht absetzen?

Ergänzung zu Antibiotika?

Mit intravaginaler Ascorbinsäure gegen bakterielle Vaginose

Lesetipps
Eine Krankenschwester misst die Temperatur einer älteren Frau mit einem berührungslosen Infrarot-Thermometer.

© amnaj - stock.adobe.com

Bei Senioren

Hypothermie bei Sepsis – ein Warnsignal!