Genesungswerk ist alarmiert

Überlastete Mütter, kranke Kinder?

Viele Kinder, die im Rahmen einer Mutter-Kind-Kur untersucht werden, sind krank. Häufig wohl deshalb, weil immer mehr Mütter permanent überlastet sind, warnt das Müttergenesungswerk.

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BERLIN. Das Müttergenesungswerk (MGW) registriert, dass ein wachsender Teil der Kinder bei Mutter-Kind-Kuren ebenfalls behandlungsbedürftig ist. Das geht aus dem Datenreport für 2014 hervor, den das MGW am Dienstag vorgestellt hat.

Rund 50.000 Mütter sind im vergangenen Jahr von 72.000 mitreisenden Kindern begleitet worden. 26 Prozent der Kinder litten an Erkrankungen der Atemwege (2013: 20 Prozent), 23 Prozent an Verhaltensauffälligkeiten, ADHS oder Anpassungsstörungen (2013: 18 Prozent), so das MGW.

Bei den Müttern akkumulieren sich Gesundheitsstörungen wie starke Erschöpfung (68 Prozent), Schlafstörungen (58 Prozent), Kopfschmerzen (51 Prozent) oder Angstgefühle (44 Prozent).

"Das ständige Hin und Her zwischen Kindern, Haushalt und Beruf ist zu einem Bermudadreieck für Mütter geworden, in dem ihre eigenen Bedürfnisse verloren gehen, sie werden krank", sagte die MGW-Kuratoriumsvorsitzende Dagmar Ziegler.

Vor diesem Hintergrund seien bei Mutter-Kind-Kuren die gesundheitliche und ganzheitliche Stärkung der Mütter ebenso zentral wie die Stärkung ihrer Erziehungskompetenz, hieß es. (fst)

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