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Antrag im Bundestag

Union fordert von Regierung mehr Engagement bei Seltenen Erkrankungen

Die Unionsfraktion im Bundestag verlangt von der Regierung mehr Anstrengungen, um die Diagnostik von Seltenen Erkrankungen und die Versorgung betroffener Patienten zu verbessern. Ihr Forderungskatalog umfasst 20 Punkte.

Veröffentlicht:

Berlin. Die Unionsfraktion fordert mehr Unterstützung und eine bessere Versorgung für Menschen mit Seltenen Erkrankungen (SE). In einem Antrag, der am Freitag veröffentlicht wurde, präsentiert sie einen Katalog mit 20 Punkten, um die sich die Bundesregierung „im Rahmen der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel“ kümmern soll.

Die Forderungen betreffen etwa die Forschung und die Entwicklung von Arzneimitteln, welche die Regierung langfristig unterstützen soll. Ebenso verlangt die Union eine Prüfung, „inwiefern die Verwendung von Orphan Drugs bzw. Off-Label-Use-Arzneimitteln leichter genehmigt bzw. die Zulassung dieser Medikamente beschleunigt werden kann“.

Im Katalog enthalten ist eine Ausweitung des Neugeborenen-Screenings sowie die Aufforderung, „in Kooperation mit der Selbstverwaltung einen Weg zu finden, den oftmals hohen Kostendruck auf Betroffene durch eine hohe Eigenbeteiligung an Therapie- und Diagnostikzahlungen zu mindern“. Nach Ansicht der Fraktion sollten zudem die Zentrenfinanzierung ausgeweitet, die Selbsthilfe stärker unterstützt und Seltene Erkrankungen in das Curriculum des Medizinstudiums aufgenommen werden.(juk)

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Kommentare
Dr.med. Franz H. Müsch 24.06.202409:19 Uhr

... und nicht vergessen, seltene Berufskrankheiten sind auch "Seltene Erkrankungen" - allerdings wechselt bei einer Anerkennung die Kostenträgerschaft von der GKV (AOK, BKK, IKK etc.) zur GUV ( sog. "Berufsgenossenschaften" und "Unfall"kassen) !

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