COVID-19

Verdi-Appell: Klinik- und Pflegepersonal sollte sich gegen Corona impfen lassen

Die Corona-Impfung dient vor allem dem Selbstschutz von Klinik- und Pflegepersonal, so die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi. Sie fordert aber auch mehr Aufklärung über die Vakzinen.

Veröffentlicht:
Klinikpersonal wird gegen Corona geimpft: Hier ein Bild aus dem niederländischen Alkmaar.

Klinikpersonal wird gegen Corona geimpft: Hier ein Bild aus dem niederländischen Alkmaar.

© ROBIN UTRECHT / picture alliance

Berlin. Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi appelliert an Klinik- und Pflegepersonal, sich freiwillig gegen SARS-CoV-2 impfen zu lassen. „Wir als Verdi rufen die Beschäftigten im Gesundheitswesen dazu auf, sich sobald wie möglich gegen das Coronavirus impfen zu lassen“, sagte Verdi-Vorstandsmitglied Sylvia Bühler der „Rheinischen Post“. Sie verwies auf ein erhöhtes berufliches Infektionsrisiko im Klinik- und Pflegebereich.

„Nach Abwägung aller Chancen und Risiken ist es schon aus Gründen des Selbstschutzes und des Schutzes der eigenen Familie angeraten, sich impfen zu lassen, sofern nicht ernste gesundheitliche Gründe dagegensprechen“, sagte Bühler. Eine Impfung müsse aber freiwillig bleiben. Sie forderte zugleich mehr Aufklärung über alle Aspekte der Impfung.

Der Präsident des Bundesverbands privater Anbieter sozialer Dienste (bpa), Bernd Meurer, hatte auf eine unterschiedlich ausgeprägte Impfbereitschaft beim Pflegepersonal verwiesen. „Wir haben Einrichtungen, wo sich fast 100 Prozent der Mitarbeiter impfen lassen.“ In anderen ließen sich dagegen zwei Drittel nicht impfen. Es sei im Moment schwer, ein klares Bild zu zeichnen, sagte Meurer.

Impfbereitschaft in der Bevölkerung nimmt zu

Einer aktuellen Umfrage des „ARD-Deutschlandtrend“ zufolge nimmt die Impfbereitschaft in der Gesamtbevölkerung zu. In einer Befragung von infratest dimap für den ARD-Deutschlandtrend von Anfang der Woche gaben 54 Prozent an, sich auf jeden Fall gegen das Coronavirus impfen lassen zu wollen – das waren 17 Prozentpunkte mehr als im November 2020. Weitere 21 Prozent sagten, sie wollten sich wahrscheinlich impfen lassen (minus 13 Punkte).

Die Impfbereitschaft sei in allen Altersgruppen gewachsen, insbesondere aber bei den Menschen unter 65 Jahren. Nach wie vor zeigten sich jüngere Menschen gegenüber einer Corona-Impfung weniger offen als ältere. (dpa)

Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
Die Chancen der Vitamin-C-Hochdosis-Therapie nutzen

© Pascoe Naturmedizin

Vitamin-C-Therapie

Die Chancen der Vitamin-C-Hochdosis-Therapie nutzen

Anzeige | Pascoe Naturmedizin
Dr. Claudia Vollbracht

© [M] Privat; Christoph Burgstedt / Getty Images / iStock

„ÄrzteTag extra“-Podcast

Appell zur adjuvanten Vitamin-C-Therapie bei Krebs

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Pascoe
Mit Vitamin C gegen schwere Langzeitfolgen

© designer491 / Getty Images / iStockphoto

Long-COVID

Mit Vitamin C gegen schwere Langzeitfolgen

Anzeige | Pascoe Naturmedizin
Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Jetzt anmelden / registrieren »

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

» kostenlos und direkt in Ihr Postfach

Am Morgen: Ihr individueller Themenmix

Zum Feierabend: das tagesaktuelle Telegramm

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Einwilligungserklärungen zur Schutzimpfung gegen COVID-19 liegen auf einem Tisch

© Christian Charisius/dpa

Update

COVID-19-Pandemie

Lauterbach will schnelle Corona-Impfpflicht – Ärzte sind uneins

Wer soll die Kosten für die Digitalisierung der Arztpraxen tragen? DAK-Chef Storm sieht die Finanzierung als gesamtgesellschaftliche Aufgabe.

© Thomas Weißenfels / stock.adobe.com

Digitalisierungsreport

DAK-Chef fordert Praxis-Digitalisierung auf Staatskosten